Olgamir Amancia, Leiterin des Frauensekretariats des Bundesdistrikts, spricht über die neuen Maßnahmen zur Gleichberechtigung von Frauen / Copyright: Agência Brasil
Olgamir Amancia, Leiterin des Frauensekretariats des Bundesdistrikts, spricht über die neuen Maßnahmen zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern / Copyright: Agência Brasil

Olgamir Amancia, Leiterin des Frauensekretariats des Bundesdistrikts, spricht über die neuen Maßnahmen zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern. / Copyright: Agência Brasil

Die Regierung des brasilianischen Bundesdistrikts (Distrito Federal) hat am vergangenen Donnerstag (03.04.) eine Gesetzesverordnung herausgebracht, durch die der „Erste Plan für politische Entscheidungen zugusten von Frauen“ (1º Plano Distrital de Políticas para as Mulheres) geschaffen wird, der Maßnahmen für 2014 und 2015 zugunsten der Geschlechtergleichheit vorsieht. Insgesamt sind es 304 Aktionen, darunter beispielsweise 15.000 neue Arbeitsplätze für Frauen sowie die Schulung von Arbeitskräften im Bereich öffentliche Sicherheit, im Gesundheitswesen, im Sozialwesen und für die Kinderfürsorge.

Laut Angaben von Olgamir Amancias, Leiterin des Frauensekretariats des Bundesdistrikts, gehe es zudem um die Einrichtung zweier Frauenkommissariate in Ceilândia und in Planaltina, beides Städte des Bundesdistrikts. Für die Begleitung der Maßnahmen des Plans soll ein Spezialkomitee ins Leben gerufen werden, sodass auch die Gesellschaft in die Arbeit mit einbezogen wird.

Die Gesetzesverordnung markiert das Ende eines schwierigen Monats für Frauen, in dem es verschiedene Vorfälle von Gewalt an Frauen gab und eine Umfrage des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung IPEA (Pesquisa Econômica Aplicada) veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse der Umfrage wurden am 27. März veröffentlicht und zeigten, dass 65 Prozent der befragten Personen glaubt, dass Frauen mit ihrem Verhalten und ihrer Kleidung Angriffe provozieren. (ds)