Der Gouverneur des Bundesdistrikts, Agnelo Queiroz, über das Gesetz, was Spielzeugwaffen verbietet / Copyright: Agência Brasil
Der Gouverneur des Bundesdistrikts, Agnelo Queiroz, über das Gesetz, was Spielzeugwaffen verbietet / Copyright: Agência Brasil

Der Gouverneur des Bundesdistrikts, Agnelo Queiroz, über das Gesetz, was Spielzeugwaffen verbietet / Copyright: Agência Brasil

Im Bundesdistrikt (Distrito Federal, kurz: DF) wurde gestern ein Gesetz durch den Gouverneur Agnelo Queiroz verabschiedet, das die Herstellung und den Verkauf von Spielzeugpistolen verbietet. Heute wird es im brasilianischen Bundesanzeiger Diário Oficial da União veröffentlicht werden. Unternehmen, die gegen das Gesetz verstoßen, können mit dem Lizenzentzug oder mit einer Geldstrafe von bis zu 100.000 Reais (ca. 33.479 Euro) rechnen.

Außer der Nachbildung von Schusswaffen seien alle Spielzeugpistolen verboten, die an echte Waffen erinnern. Dazu gehören Pistolen, die Kugeln oder Bälle abschießen, Schaum-oder Laserpistolen sowie solche, die Schussgeräusche machen. Für Queiroz stelle die Maßnahme einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung dar, womit Kinder und Jugendliche von der Welt der Waffen ferngehalten werden können. „Wenn unsere Kinder in einer gewaltfreien Kultur aufwachsen, werden sie auch im Erwachsenenalter die nötigen Kenntnisse haben, Waffen zu vermeiden. Das ist ein Beispiel, was wir in ganz Brasilien verbreiten möchten“, kommentierte der Gouverneur.

Im Gesetz sind außer dem Herstellungsverbot von Spielzeugpistolen auch pädagogische Maßnahmen vorgesehen. Eine dieser Erziehungsmaßahmen ist beispielsweise die Aktion Semana do Desarmamento Infantil, die jährlich im Bundesdistrikt in der zweiten Aprilwoche stattfindet und bei der gegen Waffeneinsatz von Kindern gekämpft wird. (ds)