Der Bundesstaat São Paulo sucht nach einer Einigung mit dem Unternehmen Siemens / Copyright: Wikipedia, GNU, Rufus46
Der Bundesstaat São Paulo sucht nach einer Einigung mit dem Unternehmen Siemens / Copyright: Wikipedia, GNU, Rufus46

Der Bundesstaat São Paulo sucht nach einer Einigung mit dem Unternehmen Siemens. / Copyright: Wikipedia, GNU, Rufus46

Das Ministerium für öffentliche Angelegenheiten von São Paulo verhandelt derzeit mit dem deutschen Unternehmen Siemens über eine Entschädigung bezüglich des sogenannten Bahnkartells, dem „Fall Siemens“. Im vergangenen August hatte Siemens eine Selbstanzeige wegen Kartellbildung bei U-Bahn-Aufträgen in Brasilien erstattet, die sich auf die Jahre 1998 bis 2008 bezieht.

Laut Angaben der Pressesprecher sei Siemens zu Verhandlungen über den Fall bereit und zur Zahlung einer Entschädigung an den Bundesstaat von São Paulo, die Höhe des Betrags wurde allerdings noch nicht festgelegt. Bei den Verhandlungen könnten aber die Erfahrungen mit der Deutschen Bank im Fall Maluf helfen.

Bereits im Oktober 2013 hatte der Leiter der Tochtergesellschaft von Siemens in Brasilien Paulo Stark der Kommission für Ermittlungen bei Korruptionsfällen im Transportwesen (CPI dos Transportes) von São Paulo mitgeteilt, dass das Unternehmen prinzipiell zu Verhandlungen bereit sei, sollten die Vorwürfe der illegalen Preisabsprachen bei Ausschreibungen des U-Bahnbaus bewiesen werden. „Unsere Intention ist, im richtigen Moment eine Einigung mit dem Ministerium für öffentliche Angelegenheiten zu erzielen, damit auf transparente, ethische und faire Art und Weise das abgeschlossen werden kann, was wir angefangen haben“, so sagte Stark.

Siemens hat in der Vergangenheit bereits Abkommen bezüglich Korruptionsfällen mit anderen Ländern abgeschlossen. In Deutschland und den USA akzeptierte das Unternehmen, einen Betrag in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar in die öffentlichen Kassen zu zahlen. (ds)