Die Ministerin für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung, Tereza Campello spricht über die Entwicklung der Armut in Brasilien. / Copyright: Agência Brasil
Die Ministerin für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung, Tereza Campello spricht über die Entwicklung der Armut in Brasilien. / Copyright: Agência Brasil

Die Ministerin für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung, Tereza Campello, spricht über die Entwicklung der Armut in Brasilien. / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Ministerin für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung, Tereza Campello, hat sich kürzlich für das Sozialhilfeprogramm Bolsa Família zur Familienförderung ohne Fristen ausgesprochen, damit auch die bisher durch Fristen ausgeschlossenen Bewerber davon profitieren können. Für Campello ist nicht die Zeitspanne entscheidend, in der die Familien Unterstützung erhalten, sondern die Ergebnisse, die daraus resultieren.

„Auf lange Sicht kämpft die Familienförderung gegen die Armut. Die Kinder werden nicht die gleiche Zukunft wie ihre Eltern haben. Sie sind in der Schule und erhalten dort auch Schulessen. Es ist das Ergebnis, das uns interessiert: Kinder, die nicht auf der Straße leben.“ Die Ministerin ist außerdem davon überzeugt, dass sich in den kommenden zehn Jahren ein völlig anderes Bild aufgrund des Programms zeigen werde. Heute hätte man die erste Generation, die ohne Hungerleiden und mit Schulbildung aufwächst. Das würde Brasilien nachhaltig verändern. Damit entstünden völlig andere Voraussetzungen bei Jugendlichen.

Auch verteidigte Campello die vom Programm Begünstigten hinsichtlich des Angestelltenverhältnisses. Es sei nicht so, dass diese Personengruppe nicht arbeiten würde. 75 Prozent der Erwachsenen hätten eine Arbeit und die Kinder wären in der Schule. Die Ministerin sprach sich weiterhin dafür aus, dass Brasilien in neue sozialpolitische Maßnahmen investiere, da das Land sich noch stark weiterentwickeln müsse. (ds)

Quelle: Agênia Brasil