Das Cantareira-System, wie es bei normalem Wasserstand aussieht. Heute liegt der Wasserstand nur noch bei 4,3 Prozent wegen anhaltender Dürre. / Copyright: Wikimedia Commons
Das Cantareira-System, wie es bei normalem Wasserstand aussieht. Heute liegt der Wasserstand nur noch bei 4,3 Prozent wegen anhaltender Dürre. / Copyright: Wikimedia Commons

Das Cantareira-System, wie es bei normalem Wasserstand aussieht. Heute liegt der Wasserstand nur noch bei 4,3 Prozent wegen anhaltender Dürre. / Copyright: Wikimedia Commons

Das Niveau des Cantareira-Systems ist weiter gesunken von 4,5 Prozent am Dienstag (14.10) auf 4,3 Prozent am Donnerstag (15.10). Damit ist der bislang schlechteste Wert in der Geschichte des Systems erreicht. Da die Temperaturen in diesen Tagen über 40 Grad Celsius lagen, hat sich die Situation von insbesondere sechs Reservoirs des Systems weiter verschärft, die 6,5 Millionen Menschen im Großgebiet Sao Paulo und in Teilen des Inlands versorgen. Nach dem Stand von Donnerstag (15.10) lagen keine Vorhersagen über intensiven Regen in der Region Südost für mindestens fünf Tage vor.

Laut dem Zentrum für Wettervorhersage und Klimastudien (Cptec) bestand die Möglichkeit leichten Regens am vergangenen Mittwoch im Südosten und Osten von Minas Gerais sowie im Westen von Sao Paulo, was die Stadt Sao Paulo einschließt. Am Donnerstag sollte im Süden von Minas Gerais zudem die Wettereintrübung zunehmen – hier befinden sich die Quellen zur Versorgung des Cantareira-System. Zumindest hieß es, es könne zu Nieselregen kommen, auch wenn das zur Lösung der Wasserkrise nicht ausreichend ist.

Mit der Hitze und anhaltende Dürre muss die Bevölkerung im Inland weiter mit dem Wassermangel zurecht kommen. Laut dem nationalen Institut für Meteorologie (Inmet) lagen die Temperaturen am Dienstag (14.10) über 40 Grad Celsius in sechs Städten des Bundesstaates Sao Paulo: Valparaíso (40,6°C), Lins (40,5°C), Barretos (40,3°C), Pradópolis (40,2°C); Barra Bonita (40,1°C) und José Bonifácio (40°C). (ls)