Dilma Rousseff spricht über Maßnahmen zugunsten der Catadores / Copyright: Agência Brasil
Dilma Rousseff spricht über Maßnahmen zugunsten der Catadores / Copyright: Agência Brasil

Dilma Rousseff spricht über Maßnahmen zugunsten der Catadores / Copyright: Agência Brasil

Gestern (19.12.) nahm die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff in São Paulo an der Veranstaltung „Weihnachten der Catadores“ teil, die bereits zum vierten Mal in Folge stattfindet. Dabei würdigte die Präsidentin die Arbeit der Catadores und zog Bilanz über verschiedene politische Maßnahmen zur Unterstützung dieser Bevölkerungsgruppen sowie der Menschen, die auf Brasiliens Straßen leben.

Ein Catador ist ein Straßenarbeiter im städtischen Gebieten Brasiliens, der wiederverwertbare Materialien sammelt. Die Arbeit der Catadores ist für die Gesellschaft und die Umwelt des Landes von großer Bedeutung, da dadurch 10 bis 20 Prozent des städtischen Hausmülls gesammelt werden. Oftmals erfahren diese Arbeiter nicht die gebührende Aufmerksamkeit und werden eher als Bettler oder Landstreicher verwechselt.

Rousseff hob bei ihrer Rede beispielsweise die Investitionen in das Programm Cataforte hervor, die Kooperativen, Vereine und Catadores-Netzwerke unterstützen sollen. „Wir haben uns dazu verpflichtet, in den nächsten drei Jahren 200 Millionen Reais in Maßnahmen in diesem Bereich wie in Sortiereinheiten oder Ausstattungsmaterialien zu investieren. Allein in den ersten drei Monaten haben wir unsere Ziele bereits erfüllt.“

Außer der Präsidentin nahmen noch zehn weitere Minister an der Veranstaltung teil. So unterschrieb der Gesundheitsminister Alexandre Padilha beispielsweise einen Vertrag über 3,3 Millionen Reais mit dem Netzwerk Cata Sampa (São Paulo), ein Zusammenschluss von Organisationen, der sich für den Kauf von Ausstattungsmaterialien einsetzt. Auch der Arbeitsminister Manoel Dias unterschrieb Verträge für die Entstehung neuer Arbeitsplätze und Sicherung der Einkommen.

Dilma Rousseff gab außerdem bekannt, dass das Institut für Geografie und Statistik IBGE eine Volkszählung dieser Bevölkerungsschicht durchführen werde. „Das ist eine Forderung von Ihnen und uns ist bewusst, je mehr wir über diese Bevölkerung wissen, desto mehr wird es uns möglich sein, passende politische Maßnahmen durchzuführen.“ (ds)