Autobauer Chery aus China will in diesem Jahr rund 30.000 Autos verkaufen. / Copyright: Wikimedia Commons, Mike384
Autobauer Chery aus China will in diesem Jahr rund 30.000 Autos verkaufen. / Copyright: Wikimedia Commons, Mike384

Autobauer Chery aus China will in diesem Jahr rund 30.000 Autos verkaufen. / Copyright: Wikimedia Commons, Mike384

Kurz vor dem Start der nationalen Produktion bereitet der chinesische Automobilhersteller Chery das Angebot eines Autos für weniger als 20.000 Reais vor. Es soll kein neues Modell sein, sondern eine Version ähnlich dem importierten QQ. Der Kompaktwagen soll im Mai in den Verkauf gehen und verfügt über einen 1.0 Dreizylinder-Benzinmotor mit einer Leistung von rund 70 PS. Damit liegt der Wagen im Hinblick auf die Steuer für Industrieprodukte (Imposto de produtos industralizados, kurz: IPI) bei einem Steuersatz von drei Prozent, neun Prozent unter dem Satz für den QQ 1.1, der für 23.990 Reais verkauft wird und derzeit als das günstigste Auto in Brasilien gilt.

Ziel von Chery ist es auch, das chinesische Modell Hatch für unter 20.000 Reais zu verkaufen. Bereits im September 2013 sank der Preis für das Auto schon einmal auf den Wert von 19.990 Reais. Die Anzahl der Fahrzeuge zu diesem Preis war auf 600 Stück limitiert, so wollte der Automobilhersteller zunächst einmal die Reaktion der Verbraucher testen. Neben der Aktion sorgte der QQ mit einem Paket an serienmäßiger Ausstattung für Aufmerksamkeit. Der geplante Kompaktwagen wird allerdings weniger Items mitbringen, noch bleibt jedoch unbekannt, auf welche Käufer verzichten werden müssen.

Die Produktion im Werk in Jacareí (Sao Paulo) soll im Juli 2014 starten. 150.000 Fahrzeuge sollen dort im Jahr vom Band gehen, was gleichzeitig Chery dazu zwingt, auch mehr Autos zu verkaufen. Nach einem eher schlechten Jahr 2013 mit nur 8.000 verkauften Autos rechnet Chery damit, in diesem Jahr rund 30.000 Fahrzeuge zu verkaufen. Der Hersteller investierte etwa 400 Millionen US-Dollar in den Bau des Werks in Jacareí. In Zukunft soll noch ein Werk zum Bau von Motoren dazukommen, für das noch einmal 130 Millionen US-Dollar investiert werden sollen. (ls)