Rund 31 Millionen Euro muss Chevron wegen Auslaufen von Öl an Brasilien zahlen. Copyright: Divulgacao
Rund 31 Millionen Euro muss Chevron wegen Auslaufen von Öl an Brasilien zahlen. Copyright: Divulgacao

Rund 31 Millionen Euro muss Chevron wegen Auslaufen von Erdöl an Brasilien zahlen. / Copyright: Divulgacao

Das Erdölunternehmen Chevron Brasil wird eine Strafe von 95,16 Millionen Reais (circa 31 Millionen Euro) wegen Umweltschäden zahlen müssen. Zu dieser Übereinkunft kamen Firmenvertreter und die Bundesanwaltschaft Rio de Janeiro. Chevron war im November 2011 für das Auslaufen von 3.700 Barril Rohöl auf dem Bohrfeld Frade vor der Küste von Rio de Janeiro verantwortlich.

Des Weiteren unterzeichneten den Vertrag, der die Verantwortlichkeit von Chevron feststellt und das Strafmaß regelt (Termo de Ajustamento de Conduta, kurz: TAC), die Firma Transocean Brasil, die Bundesagentur  für Erdöl, Gas und Biokraftstoffe (kurz: ANP) sowie das brasilianische Umweltbundesamt (Instituto Brasileiro do Meio Ambiente e Recursos Naturais Renováveis, kurz: Ibama). Das Übereinkommen soll zukünftig als Präzedenzfall darüber dienen, wie bei Umweltschäden mit den Sündern umgegangen werden soll.

Im März 2012 kam es erneut zum Auslaufen von Öl. Diesmal jedoch handelte es sich mit 25 Barril um kleinere Mengen, die ins Meer gelangten. Rund 30 Barril konnten gebunden werden. Die Unfälle ereigneten sich aufgrund von Überdruck, der von Chevron auf die Bohrlöcher angesetzt war, um mehr Öl zu gewinnen. Dies wiederum führte teilweise zum Bersten poröser Gesteinsschichten, durch die das Öl aus dem Erdboden ins Meer austrat.

Derzeit fördert Chevron derzeit rund 15.000 Barril Rohöl täglich im Feld Frade. Dem Unternehmen ist es jedoch versagt, weitere Bohrungen durchzuführen. (ms)