In der chinesischen Stadt Guangzhou nehmen die brasilianischen Firmen an Gesprächsrunden teil./ Copyright: Wikimedia Commons, 慕尼黑啤酒

Trotz eines Nachfragerückgangs nach brasilianischen Produkten vonseiten Chinas will die brasilianische Regierung den Fokus auf die Erweiterung der Geschäftsbeziehungen mit dem asiatischen Land beibehalten. Unter der Koordination der brasilianischen Agentur für Export- und Investitionsförderung Apex und dem Landwirtschaftsministerium wird eine Delegation von Unternehmen aus der Lebensmittel- und Getränkebranche noch in dieser Woche China besuchen.

Die Gruppe wird an Gesprächsrunden in der Stadt Guangzhou teilnehmen und Produkte auf der Sial ausstellen, der Messe für Lebensmittel, Getränke und Hotellerie in Xangai. Ziel der Reise ist, Verträge abzuschließen und neue Kunden zu akquirieren. 2014 wuchs das Bruttoinlandsprodukts Chinas um 7,4 Prozent, die geringste Rate innerhalb von 24 Jahren. Im ersten Quartal dieses Jahres lag das Wachstum bei sieben Prozent – das ist der geringste Zuwachs  in sechs Jahren.

Aufgrund des geringeren Wachstums ist China, bislang wichtigstes Exportziel brasilianischer Produkte, auf den zweiten Platz gerutscht, sodass die USA nun das Hauptziel der Exporte darstellen. Laut den Daten des Ministeriums für Entwicklung, Industrie und Außenhandel sind die Verkäufe nach China um 35,4 Prozent gesunken von 9,8 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2014 auf 6,1 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum dieses Jahr.

Diese Situation hat die brasilianische Regierung dazu verleitet die Beziehungen zu den USA zu intensivieren. Dennoch bleibe der chinesische Markt im Fokus, so Rafael Prado, Koordinator für neue Geschäfte bei Apex. „Auch wenn das Wachstum geringer ist, ist es beachtlich. Wir haben ein Büro vor Ort.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil