Experten warten weitere Entwicklung des asiatischen Landes ab. / Copyright: Wikimedia Commons, Daderot

Der Fall der chinesischen Aktien, der im Laufe der letzten zwei Wochen die globalen Finanzmärkte erschüttert hat, könnten eine anhaltende Wirkung auf die Weltwirtschaft haben, wenn die chinesische Krise weiter andauert. Wenn das Platzen der Aktienmarktblase in dem asiatischen Land zur Schwächung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt führt, leiden darunter nach Ansicht von Experten vor allem Exportländer von landwirtschaftlichen und mineralischen Rohstoffen, wie Brasilien.

Abgesehen von der Volatilität der vergangenen Tage ist laut Ökonomen noch nicht vorhersagbar, ob der Rückgang der Aktien der chinesischen Unternehmen nur eine Korrekturbewegung war, oder eine anhaltende Tendenz anzeigt. Obwohl der Aktienindex der Börse von Shanghai seit Mitte Juni um 37,4 Prozent gefallen ist, konnte man in den letzten zwölf Monaten einen Anstieg von 48,2 Prozent feststellen. Darüber hinaus investieren chinesische Familien nur etwa 20 Prozent ihres Eigentums in Finanzprodukte, ein geringer Anteil verglichen mit anderen Ländern.

„Die Auswirkungen der chinesischen Krise hängen davon ab, inwiefern der Rückgang des Aktienmarktes nur ein Moment war, oder ob der Wachstumszyklus angetrieben durch Exporte und Investitionen dem Ende zugeht. Das wissen wir bislang nicht“, erklärt der Vize-Präsident des Bundeswirtschaftsrates (Cofecon), Júlio Miragaya. „Auch mit einem Rückgang der Exporte kann China weiterhin wachsen und seinen Inlandskonsum steigern.“

Quelle: Agência Brasil