Hermes Chipp, Leiter das Nationalen Anbieters für Elektrosysteme ONS, spricht über das Fehlen von Energie im Land / Copyright: Agência Brasil
Hermes Chipp, Leiter das Nationalen Anbieters für Elektrosysteme ONS, spricht über das Fehlen von Energie im Land / Copyright: Agência Brasil

Hermes Chipp, Leiter das Nationalen Anbieters für Elektrosysteme ONS, spricht über das Fehlen von Energie im Land / Copyright: Agência Brasil

Der Leiter das Nationalen Anbieters für Elektrosysteme ONS (Operador Nacional do Sistema Elétrico), Hermes Chipp, äußerte sich gestern (06.11.) zur prekären Lage der Stromnutzung im Land. Mit den geringen Regenfällen sind die Wasserstände der Reservate niedrig, was Auswirkungen auf die Stromerzeugung in Brasilien hat. Chipp zufolge sei eine Zuteilung von Energie auf die Städte und Haushalte die letzte Möglichkeit, die in Betracht gezogen werden sollte. Alternativ appellierte er an die Brasilianer, Strom zu sparen, wodurch die Nutzung von thermischen Quellen, welche teurer als elektrische sind, ebenso reduziert werden würde. Auch würde die thermische Energie dafür verantwortlich sein, die Strompreise für Licht in die Höhe zu treiben.

„Eine Zuteilung von Strom wird der letzte Ausweg sein“, bestätigte Chipp während einer Veranstaltung des brasilianischen Verbandes unabhängiger Produzenten elektrischer Energie APINE (Associação Brasileira dos Produtores Independentes de Energia Elétrica). Auch 2015 solle es laut Angaben Chipps zu Tariferhöhungen kommen.

Ein Hoffnungsschimmer biete laut Leiter des ONS der Beginn der Regenzeit. Damit einhergehend solle sich die Situation in den Wasserreservaten in den nächsten Monaten verbessern. Damit die Regierung nicht auf eine Zuteilung des Stroms im kommenden Jahr zurückgreifen müsse, solle gewährleistet sein, dass die Reservate eine Kapazität von 30 bis 35 Prozent aufweisen. Chipp zufolge müsse es 80 Prozent des durchschnittlichen Wertes der Vergangenheit regnen, um diese Voraussetzungen zu schaffen. (ds)