Die brasilianische Regierung unternimmt weitere Maßnahmen zur Unterstützung der heimischen Kaffeeindustrie / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, A. Fink
Die brasilianische Regierung unternimmt weitere Maßnahmen zur Unterstützung der heimischen Kaffeeindustrie / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, A. Fink

Die brasilianische Regierung unternimmt weitere Maßnahmen zur Unterstützung der heimischen Kaffeeindustrie. / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, A. Fink

Der Nationale Währungsrat CMN (Conselho Monetário Nacional) veränderte gestern (30.01.) Richtlinien des Fonds zum Schutz der Kaffeewirtschaft FUNCAFÉ (Fundo de Defesa da Economia Cafeeira) mit dem Ziel, den Handel mit Kaffee in diesem Jahr zu intensivieren. Dabei wurde das Limit für Finanzierungskredite zum Erwerb von Kaffeebohnen von 50 Millionen Reais auf 100 Millionen Reais erhöht.

Des Weiteren verlängerte der CMN die Frist für Kaffeekredite vom ersten April auf den 30. Dezember. So ist es möglich, Kredite das ganze Jahr über abzuschließen. Auch wurde die Frist für Finanzierungszeiträume der Kaffeeröstungsindustrie und der Industrie für löslichen Kaffee verlängert. Der Zeitraum endete ursprünglich am 30. November und wurde auf das gesamte Jahr 2014 ausgeweitet. Die Kaffeeindustrie befindet sich derzeit in einer Krisensituation aufgrund der niedrigen Preise auf dem heimischen und internationalen Markt – eine Folge des gestiegenen Angebots aufgrund der überdurchschnittlich hohen Ernten.

Bereits seit dem vergangenen Jahr unternimmt die brasilianische Regierung Maßnahmen zur Unterstützung der Kaffeeindustrie, da die Gewinne aus dem Kaffeehandel die Produktionskosten nicht mehr decken können. Zu diesen Maßnahmen gehören beispielsweise die Neuverhandlung der Schulden der Produzenten und die Möglichkeit von Vertragsversteigerungen als Alternative zum Verkauf von Kaffee. (ds)