Ethanol-Fabrik Costa Pinto, Piracicaba (Bundesstaat São Paulo) / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Mariordo

Ethanol-Fabrik Costa Pinto, Piracicaba (Bundesstaat São Paulo) / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Mariordo

Der brasilianische Nationale Monetäre Rat CMN (Conselho Monetário Nacional) hat Kredite in Höhe von 4,5 Milliarden Reais (rund zwei Milliarden Euro) eingerichtet, um die Lagerung von Ethanol-Kraftstoff zu finanzieren. Ziel sei es, Preisschwankungen zu reduzieren und die Angebote von Biokraftstoffen zu stabilisieren. Die Regierung rechnet damit, dass ca. 3,7 Milliarden Liter, das heißt 1,6 Milliarden Liter wasserhaltiges Ethanol und 2,1 Milliarden Liter wasserfreies Ethanol mit Benzin gemischt, gelagert werden.

„Man möchte damit die Lagerung von mindestens drei Monaten in der kritischen Zeit zwischen den Ernten begünstigen“,  so erklärte João Rabelo, Assistenzsekretär der Wirtschaftsabteilung des Finanzministeriums. Der große Unterschied dieser Kreditlinie zu anderen Finanzierungsmöglichkeiten der Regierung liege in der Garantie des Kreditnehmers. Während bei früheren Vorgängen nur ein Teil der Lagerung finanziert wurde, decke der Kredit nun die vollständige Lagerung ab.

Des Weiteren wies Rabelo auf die Reduzierung des Zinssatzes hin. Diese sei nur durch eine Provisorische Maßnahme von Dezember 2011 möglich gewesen, die der Regierung erlaubt, Subventionen bei der Ethanol-Lagerung zu vergeben.

Das Programm würde über einen längeren Zeitraum bestehen und eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren garantieren. Die Zinsen würden basierend auf dem Basiszinssatz SELIC jedes Jahr angeglichen werden. Die Provisorische Maßnahme ist Teil des strategischen Plans für den Ethanol- und Zuckersektor.

Der Vertragsabschluss ist im Süden und Südosten Brasiliens vom 1. Mai bis 30. November 2012 möglich und vom ersten September bis 28. Februar 2013 in den restlichen Regionen. Die Auszahlung im Süden und Südosten wird über drei Monatsraten ab Februar 2013 und ab Juli für die restlichen Staaten erfolgen. Ein Teil der Ressourcen stammt von der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung BNDES (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social), mit 2,5 Milliarden Reais (rund 1,09 Milliarden Euro), und von der Bank Banco do Brasil, mit zwei Milliarden Reais (etwa 0,87 Milliarden Euro). (ds)