Der CNI gibt Empfehlungen für verstärkte Investitionen ins Ausland / CNI
Der CNI gibt Empfehlungen für verstärkte Investitionen ins Ausland / Copyright: CNI

Der CNI gibt Empfehlungen für verstärkte Investitionen im Ausland. / Copyright: CNI

Der Nationalen Industrieverband CNI (Confederação Nacional da Indústria) hat gestern (16.01.) seinen Bericht über brasilianische Investitionen im Ausland für das Jahr 2013 veröffentlicht und zog Bilanz über die vergangenen Jahre. Die Investitionen sind in den zurückliegenden Jahren stetig gesunken. So hat Brasilien seine Lagerinvestitionen zwischen den Jahren 1990 und 2012 weltweit verringert von 1,96 Prozent auf 0,99 Prozent. Andere Schwellenländer haben ihre Beteiligung in diesem Zeitraum erhöht wie zum Beispiel China und Russland.

Der CNI erinnerte auch daran, dass das Ergebnis Brasiliens im Ranking der weltweit größten Investoren von der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung nicht erfreulich gewesen ist, denn das Land hatte zwischen 2008 und 2012 159 Positionen verloren und war auf den Rang 179 gelandet (von 182 Ländern).

Um diese Situation zu verbessern, gab der CNI eine Reihe von Empfehlungen. Brasilien soll beispielsweise Verträge mit Handelspartnern wie den USA, Kolumbien, Australien, Deutschland und dem Vereinten Königreich eingehen, um Doppelversteuerungen zu vermeiden und Investitionen von Unternehmen im Ausland anzukurbeln.

Des Weiteren empfiehlt der CNI, Rechtsunsicherheiten im brasilianischen System beim Thema der Besteuerungen von ausländischen Gewinnen zu beseitigen. Auch seien Verträge zum Schutz von Investitionen wichtig, um politische Risiken mit Ländern wie Argentinien, China, Mexiko, Mosambik und Angola zu verringern.

Wichtig sei außerdem eine Erweiterung der Unterstützung der brasilianischen Diplomatie für Unternehmen im Ausland. Dafür könne eine Agentur der Entwicklungsbank BNDES in London gegründet werden sowie die Handelskammer CAMEX ein größeres Einsatzgebiet erhalten, um die Investitionen außerhalb des Landes zu koordinieren.

Für den CNI limitieren Unternehmen, die nicht im Ausland investieren, ihre Produktivität und die Möglichkeit auf Exporte, verlieren deshalb qualifizierte Arbeitskräfte und die Chance auf neue Technologien und Innovationen. (ds)