Der Nationale Industrieverband CNI  kritisierte kürzlich die Erhöhung des Basiszinssatzes SELIC auf 11,75 Prozent jährlich / Copyright: Confederação Nacional da Indústria
Der Nationale Industrieverband CNI  kritisierte kürzlich die Erhöhung des Basiszinssatzes SELIC auf 11,75 Prozent jährlich / Copyright: Confederação Nacional da Indústria

Der Nationale Industrieverband CNI kritisierte kürzlich die Erhöhung des Basiszinssatzes SELIC auf 11,75 Prozent jährlich / Copyright: Confederação Nacional da Indústria

Laut Einschätzungen des Nationalen Industrieverbandes CNI (Confederação Nacional da Indústria) wird die Straffung der brasilianischen Geldpolitik durch den geldpolitischen Ausschuss COPOM (Comitê de Política Monetária) der Zentralbank (BC) Schwierigkeiten für Unternehmen mit sich bringen und Hindernisse für die Wiederaufnahme des Wirtschaftswachstums aufbauen. Der CNI verteidigt hingegen die Einsparung öffentlicher Ausgaben zur Kontrolle der Inflation, ohne Arbeitslosigkeit zu verursachen.

In seiner Erklärung bekundete der CNI, dass die Angleichung des Basiszinssatzes SELIC auf 11,75 Prozent jährlich negative Effekte auf das Konsumverhalten und auf kurzfristige Investitionen haben werde. Laut CNI würden nur Änderungen in der Wirtschaftspolitik die Preise absichern und gleichzeitig Kosten für den privaten Sektor senken.

„Die erneute Erhöhung der Zinsen verlang gleichzeitig nach einer strengeren Finanzpolitik mit der Wiederherstellung der Haushaltsüberschüsse und einer besseren Schuldendynamik. Damit hätte das Land effizientere makroökonomische Voraussetzungen mit weniger Kosten für die Unternehmen.“

Der CNI erkannte jedoch an, dass die Erhöhung der Zinsen notwendig war, damit die Obergrenze der Inflation von 6,5 Prozent in diesem Jahr nicht überschritten wird, in einem Szenarium, in dem verschiedene Faktoren Druck auf die Preisindexe ausüben. Dazu würde die Abwertung des Wechselkurses zählen sowie die Angleichungen öffentlicher Raten und die Erhöhung der Preise von Dienstleistungen. (ds)