Laut CNI kämpft Brasilien mit finanziellen Einbußen aufgrund von Bauverzögerungen / Copyright: CNI
Laut CNI kämpft Brasilien mit finanziellen Einbußen aufgrund von Bauverzögerungen / Copyright: CNI

Laut CNI kämpft Brasilien mit finanziellen Einbußen aufgrund von Bauverzögerungen. / Copyright: CNI

Der Nationale Industrieverband CNI (Confederação Nacional da Indústria) rechnet mit Einbußen in Höhe von 28 Milliarden Reais aufgrund von Verspätungen bei sechs Bauvorhaben im Rahmen des Wachstumsbeschleunigungsprogramms PAC (Programa de Aceleração do Crescimento). Die Daten werden in einem Dokument gesammelt, das im Juli an die Präsidentin weitergeleitet wird. Laut CNI sei der Wert so hoch, dass man damit 466.000 Wohnhäuser bauen könnte.

Die vom CNI analysierten Bauvorhaben sind der Flughafen Vitória, das Wasserversorgungsprojekt des Beckens Bacia do Cocó in Fortaleza, die Versetzung des Flusses Rio São Francisco, die Integrationsbahnstrecke Ost-West im Bundesstaat Bahia, die Autobahnstrecke BR-101 im Süden von Santa Catarina und die Übertragungsleitungen der Wasserkraftwerke des Rio Madeiro zum nationalen Verbundsystem. Allein die Verspätung der Bauarbeiten zur Versetzung des Flusses Rio São Francisco würden laut CNI 16,7 Milliarden Reais ausmachen.

Die Regierung wird vom CNI mehr als 40 Projekte von zehn verschiedenen Branchen erhalten, die durch den strategischen Industrieplan 2013-2022 erfasst sind, um die Wettbewerbsfähigkeit im Land weiterzuentwickeln. Dieses Dokument wird vom CNI in Zusammenarbeit mit 500 Vertretern des produktiven Sektors erstellt. Dabei kritisieren die Unternehmen, dass Brasilien nur 2,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in die Infrastruktur investiert, obwohl rund fünf Prozent empfohlen sind. Laut der Unternehmer sei es auch eine Aufgabe, die Probleme anzugehen, durch die Verspätungen bei den Bauarbeiten entstehen.

Aus der Studie des CNI geht außerdem hervor, dass die Verspätungen verschiedene Gründe haben, zum einen die schlechte Grundplanung bei der Vergabe der Budgets sowie anschließend bei der Ausschreibung zu den Bauarbeiten. Des Weiteren sei die Verzögerung bei der Erteilung von Umweltlizenzen ein Problem sowie die Enteignungen. Problematisch sei außerdem die schlechte Leitung währen der Bauarbeiten. Der CNI präsentiert im Dokument auch Lösungsansätze: Es sollte verstärkt auf Konzessionen zurückgegriffen werden sowie auf öffentlich-private Partnerschaften, die Qualität der Ausschreibungen müsse erhöht sowie eine effiziente Kontrolle der Unternehmen eingeführt werden, die an Ausschreibungen teilnehmen. (ds)