Der Leiter der Abteilung für Wirtschaftspolitik des CNI, Flávio Castelo Branco / Copyright: Agência Brasil

Der Leiter der Abteilung für Wirtschaftspolitik des CNI, Flávio Castelo Branco / Copyright: Agência Brasil

Das Wachstum der realen Einnahmen der brasilianischen Industrie ging im Januar im Vergleich zu Dezember 2011 um 1,4 Prozent zurück. Trotz dieses schlechten Ergebnisses schätzte der Nationale Industrieverband CNI (Confederação Nacional da Indústria) die Lage des Sektors für die nächsten Monate als positiv ein. Laut des Leiters der Abteilung für Wirtschaftspolitik des CNI, Flávio Castelo Branco, seien diese Einschätzungen auf Maßnahmen der Regierung des vergangenen Jahres zurückzuführen, die jetzt erst langsam Wirkung zeigten.

„Wir erwarten, dass sich die Situation in den nächsten Monaten stetig verbessert“, so Branco. Die Zahlen für Januar seien zwar noch nicht so positiv, aber das könnte daran liegen, dass es eine Reduzierung in den Lagerbeständen gab. Allerdings erinnerte er auch noch einmal an die Maßnahmen von 2011, unter anderem an die Steuersenkungen.

Ausgehend von der deutlichen Leitzinssenkung vor zwei Tagen erwartet der CNI weitere Senkungen in der Zukunft, durch die die Kosten der Firmen reduziert werden und die Nachfrage der Familien gleichzeitig steigen kann.

Durch das Zusammenspiel dieser Faktoren und einer Verbesserung der internationalen Situation sowie Lösungen für finanzielle Probleme in Europa werde sich die Industrie zunehmend erholen und stabilisieren.

Allerdings seien für bessere Ergebnisse weitere Maßnahmen nötig, die die Wettbewerbsfähigkeit brasilianischer Produkte bei Steuern, Kapital, Logistik, Bildung und Innovation nachhaltig stärken.

Die Produkte, die im Januar die besten Zahlen im Vergleich zum gleichen Monat im vergangen Jahr aufweisen, seien elektronische und Telekommunikationsprodukte (40,8 Prozent mehr), Holzprodukte (27,2 Prozent), Papier und Zellulose (22,8 Prozent) sowie Maschinen und Ausstattungsprodukte (17,8 Prozent). (ds)