Coca-Cola beauftragt das indische Kunststoffunternehmen JBP Industries mit dem Bau eines neuen Werk zur Herstellung von Biokunstoffen / Copyright: Wikipedia, GNU, Morio

Coca-Cola beauftragt das indische Kunststoffunternehmen JBP Industries mit dem Bau eines neuen Werks zur Herstellung von Biokunstoffen / Copyright: Wikipedia, GNU, Morio

Der US-amerikanische Getränkehersteller Coca-Cola hat das indische Kunststoffunternehmen JBP Industries damit beauftragt, ein neues Werk zur Herstellung von Kunstoffen aus erneuerbaren Quellen in Brasilien zu errichten. Als Standort wurde die Stadt Araraquara im Bundesstaat São Paulo ausgewählt. Die Fabrik wird eine der größten weltweit sein, die den sogenannten Biokunststoff BioMeg produzieren. Dieser ist Hauptbestandteil der Verpackungen der PlantBottle, der ersten recyclebaren PET-Flasche.

Als Rohstoff verwendet man Zuckerrohr aus lokalem Anbau und die Reste der Zuckerrohrverarbeitung. Der Anteil von BioMeg soll dabei bei 30 Prozent liegen, wodurch 1,5 Millionen Barrel Erdöl jährlich eingespart werden.

Der Gouverneur Geraldo Alckmin lobte die Wahl des Standortes, da der Bundesstaat São Paulo einer der größten Zuckerrohr- und Ethanolproduzenten der Welt sei. Die Verpackungen sollen für alle Produkte für Coca-Cola Brasil verwendet werden.

Des Weiteren hob Alckmin den Nutzen für die Region hervor: „Das Projekt wird viele Arbeitsplätze schaffen und den Zuckerrohrsektor aufwerten. Durch die Investition von einer Milliarden Reais (ca. 0,38 Milliarden Euro) wird die Wirtschaft des Bundesstaats angekurbelt. Was Umweltfragen betrifft, so ist der Bau des Werkes ein Beispiel für Nachhaltigkeit, mit einer neuen Verpackung aus Ethanol, einer reinen Quelle aus erneuerbarer Energie.“

Durch das neue Werk in Araraquara wird Brasilien zu einem der größten Produzenten und Exporteuren von BioMeg weltweit, mit einer Produktionskapazität von 500.000 Tonnen pro Jahr und 1.650 direkt und indirekt geschaffenen Arbeitsplätzen.

Die Verpackung PlantBottle wurde 2009 von Coca-Cola auf den Markt gebracht und hat bereits zehn Milliarden Flaschen weltweit verkauft. Die Verpackung ist weniger von der Erdölgewinnung abhängig und reduziert die CO2-Emission. (ds)