Logo der Brazil Games Show / Copyright: BGS

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Für die meisten Programmierer der Spiele und für den Vertrieb von Computerspielen ist Brasilien bereits heute ein Begriff, denn vor allem die städtischen Zentren in Brasilien haben sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem kleinen Hot-Spot für die Computerspiele-Branche entwickelt. Mit rund 45 Millionen Spielern steht Brasilien an zweiter Stelle der Spielenutzer weltweit und der Markt wächst Schätzungen zufolge um rund sieben Prozent pro Jahr weiter. Am vergangenen Wochenende fand in São Paulo die Brasil Games Show (BGS) statt, auf der die Neuheiten der Branche präsentiert werden. Sie ist inzwischen die zweitgrößte Messe zu Computerspielen der Welt, nach der Messe E3 in Los Angeles, auf dem amerikanischen Kontinent.

Nun zieht es auch immer stärker internationale Produzenten von Spielen nach Brasilien. Auch entstehen neue Unternehmen in Brasilien, da sich die Bedingungen für den Markt dort sehr vorteilhaft für die Branche entwickeln. Waren es in 2008 nur rund 40 Unternehmen, so sind es heute rund 100 Unternehmen die Computerspiele produzieren und auch die Zahlen hier stehen auf Wachstum. Rund 420 Millionen US-Dollar (ca. 324 Millionen Euro) hat dieser Markt im Jahr 2011 umgesetzt. Bis 2017, so die Schätzungen der Unternehmensberatung PricewaterhouseCooper (PwC), kann der Umsatz der Branche auf vier Milliarden US-Dollar (ca. 3,1 Milliarden Euro) steigen.

Mit diesen Aussichten stellt der brasilianische Markt für Computerspiele hervorragende Konditionen zur Verfügung, die sich so sonst weder in Europa noch in den USA oder Asien in diesem Umfang finden. (mas)