Containerfracht hat großes Wachstumspotenzial in Brasilien

20.08.2012 | Wirtschaft |

Der für Brasilien wichtige Hafen Santos mit dem größten Containerumschlag / Copyright: Wikimedia, Santista1982

Angestoßen von den Bemühungen seitens der Regierung, den Werftensektor in Brasilien wieder stärker auszubauen und auch eigene Schiffe im Land zu bauen, die auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sind, kommt eine neue Debatte um die Frachtladungen hinzu. Bisher dominiert in Brasilien Stück- und Schüttfracht, die oftmals lose oder auf Paletten transportiert wird. Die Logistik mit Containern nimmt nur einen marginalen Anteil von neun Prozent der Logistik ein und hat damit ein starkes Potenzial für Wachstum.

Während in Europa und den USA auch in der LKW-Logistik im Verbund mit Bahn und Schiff der Container eindeutige Vorteile geniest, kommt erst auch mit dem nun geplanten Ausbau des Schienennetzes und einer Ausweitung des internen Schiffsverkehrs durch bessere und neue Schiffe dem Containerhandel eine Bedeutung in Brasilien zu. Eine aktuelle Studie des Instituts Ilos zeigt dieses Potenzial und benennt auch die bisherigen Schwächen der Containerlogistik in Brasilien.

Viele Industrie- und Produktionszweige sind mit dem bisherigen System unzufrieden. Zum einen ist die Zerstückelung des Marktes mit Containern ein Nachteil gegenüber dem LKW, da nicht nur eine  Firma den gesamten Transport organisiert, sondern Schiffspassage und Transport zum Schiff jeweils eigens organisiert werden müssen. Auch ist die Logistik der Häfen dringend verbesserungswürdig, damit der Container auch seine Vorteile ausspielen kann. Bisher war der Containerhandel mit mehr Aufwand und schlechterer Logistik klar im Nachteil zum Transport per LKW.

Potenziale sieht die Studie vor allem für Strecken wie São Paulo, mit seinem Hafen Santos, und Manaus – zwei sehr wichtigen Industriezentren Brasiliens – und auch zwischen São Paulo und anderen industriell wichtigen Städten Brasiliens. Nächste Woche auf dem 18. Internationalen Forum für Logistik und Export (18º Fórum Internacional de Logística & Exportação) in Rio de Janeiro werden die Ergebnisse dieser Studie sicher für Gesprächsstoff sorgen. (mas)


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