Logo der Konferenz Rio+20 / Copyright: Conferência das Nações Unidas sobre Desenvolvimento Sustentável

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Einrichtungen der internationalen und brasilianischen Gesellschaft setzen sich derzeit dafür ein, dass das Thema Glück in die Tagesordnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum nachhaltigen Wachstum (Rio+20) hinzugefügt wird.

Laut Angaben von Mauro Motoryn, der die Nichtregierungsorganisation Mais Feliz („Glücklicher“) ins Leben gerufen hat, habe diese Idee einen bestimmten Zweck: „Es soll mehr als der Maßstab eines Indexes sein; wir wollen, dass öffentliche politische Maßnahmen sich nach dem Glück der Einwohner richten.“

Das Thema wird am 26.04. auf der öffentlichen Anhörung im Senat angesprochen werden, die vom Unterausschuss der Rio+20 (Subcomissão Permanente de Acompanhamento da Rio+20) und dem Internationalen Regime für Klimaveränderungen (Regime Internacional sobre Mudanças Climáticas) realisiert wird. An der Anhörung werden die Bewegung Mais Feliz, die Getulio Vargas-Stiftung sowie Repräsentanten von Einrichtungen der Zivilgesellschaft teilnehmen.

Die Idee, Glück mit öffentlicher Politik zu verbinden, wird derzeit im Nationalkongress mittels des Vorschlags zur Verfassungsänderung (Proposta de Emenda à Constituição, kurz: PEC) 19/2010 bearbeitet. Motoryn glaube daran, dass die PEC bis Anfang Juni an das Plenum weitergeleitet werde.

„Die PEC hat große Berechtigung, genehmigt zu werden. Zu Beginn hinterfragte jeder die Debatte über das Glück, aber heute ist es eine Frage der Behandlung in den weltweiten Medien. Denn die Debatte hat mittlerweile Wirtschaftsexperten erreicht sowie Institutionen in Harvard und die Getulio Vargas-Stiftung.“

Tatsächlich nimmt das Thema Glück immer mehr Raum in den Debatten weltweit ein. Im ersten Weltbericht über Glück, der diesen Monat von der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) herausgegeben wurde, konnte Dänemark als das Land festgestellt werden, in dem die Bevölkerung am glücklichsten ist.

Laut Motoryn repräsentiere der Bericht die sozialen Faktoren, in denen Brasilien noch starke Schwächen hätte, wie zum Beispiel die niedrigen Indexe im Bildungs- und Gesundheitswesen.  Denn das Glück sei stark gekoppelt an diejenigen Leistungen, die die Bürger von der Regierung erhalten. (ds)