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Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden Defizite in Höhe von 2,26 Mrd. US$ in der Handelsbilanz verzeichnet, so stellte der Brasilianische Verband für Textilindustrie (Associação Brasileira da Indústria Têxtil e de Confecção, kurz: ABIT) fest.

Im Vergleich zum letzten Jahr stiegen die Verluste von Januar bis Juni 2011 auf 43,2%. In diesem Zeitraum stiegen auch die Importe auf 31,7%, in der Summe 2,966 Mrd. US$. Die Exporte erhöhten sich um 4,7% und erreichten somit 706,3 Mio. US$.

In der Produktion der Textil- und Bekleidungsindustrie stellte der Verband einen Rückgang von 0,3% fest, in der Produktion des Textilsegments 11,9%. Im Einzelhandel wurde ein Anstieg von 6,86% verzeichnet, was darauf zurückzuführen sei, dass immer mehr importierte Produkte verkauft würden. Zu den Ländern, die Waren nach Brasilien exportieren, gehören China, Indien und Indonesien.

Zwischen Januar und Mai wurden 16.000 Arbeitsplätze geschaffen, was 63% weniger als letztes Jahr sei.

Der Präsident des Verbands, Aguinaldo Diniz Filho, betonte, dass von der Regierung Maßnahmen ergriffen werden sollen, um die Textilindustrie zu stärken.

Der Textilsektor Brasiliens gehört zu den fünftgrößten der Welt und vereint über 30.000 Firmen mit 1,7 Mio. Angestellten. (ds)