Demonstrationen gegen das neue Waldgesetz / Copyright: Agência Brasil

Demonstrationen gegen das neue Waldgesetz / Copyright: Agência Brasil

Gestern (29.11.) demonstrierten vor dem brasilianischen Nationalkongress diverse soziale, umweltfördernde und studentische Bewegungen gegen das neue Waldgesetz (Código Florestal). Ziel sei es, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung bezüglich der Änderungen im Waldgesetz auf sich zu ziehen und dabei 1,5 Millionen Unterschriften gegen diese Veränderungen an die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und an den Präsidenten des Senats, José Sarney (der Partei PMDB), auszuhändigen.

Gegen dieses Projekt zu demonstrieren, sei die einzige Alternative, die Umwelt zu schützen, so teilte Raul do Valle mit, Koordinator der Politik- und Rechtsabteilung des umwelt- und sozialpolitischen Instituts ISA (Instituto Socioambiental, kurz: ISA).

Laut Valle sei das Ziel der Initiative, vor allem die Aufmerksamkeit der Präsidentin zu erhalten. Es geht darum, welche Bedrohungen die Reform mit den genehmigten Maßnahmen im Waldgesetz für die Wälder darstellen und dass damit große Waldflächen in allen brasilianischen Biotopen in Gefahr kommen können.

Am letzten Donnerstag (24.11.) schloss die Umweltkommission die Wahlen für das neue Waldgesetz ab. Der Vorschlag wird nun im Plenum analysiert. „Der Gesetzestext, der im Abgeordnetenhaus und in der Umweltkommission des Senats genehmigt wurde, beinhaltet drei Punkte, die die brasilianische Bevölkerung nicht akzeptieren kann. Die Änderungen unterstützen diejenigen, die die Wälder illegal abholzen, reduzieren den Schutz der Reservate und erleichtern zudem die weitere Abholzung in der Zukunft“, so kommentierte die ehemalige Senatorin Marina Silva. (ds)