Der Präsident der brasilianischen Zentralbank, Alexandre Tombini, auf dem Kongress: Zufrieden mit dem Wachstum des Konsums im Land. Copyright: Agência Brasil
Der Präsident der brasilianischen Zentralbank, Alexandre Tombini, auf dem Kongress: Zufrieden mit dem Wachstum des Konsums im Land. Copyright: Agência Brasil

Der Präsident der brasilianischen Zentralbank, Alexandre Tombini, auf dem Kongress am Mittwoch in Rio de Janeiro: Zufrieden mit dem Wachstum des Konsums im Land. Copyright: Agência Brasil

Die Binnenwirtschaft ist nach wie vor der größte Motor für die brasilianische Ökonomie, resümierte der Präsident der Zentralbank, Alexandre Tombini, am Mittwoch (15.05.) auf einer Konferenz in Rio de Janeiro. Vor allem der Konsum der Privathaushalte habe sehr zur positiven Entwicklung beigetragen. Dazu gehörten die stete Ausweitung von Krediten, die Zunahme von Arbeitsplätzen und Mieteinnahmen sowie das Anwachsen von Löhnen, so Tombini. Im Ganzen also hat sich das Konsumniveau im Vergleich zu Vorjahren sowie zum weltweiten Maßstab erhöht.

Nach Worten von Tombini verstärkte sich das Wachstum vor allem in den letzten vier Monaten des Vorjahres. Diese Entwicklung setzte sich auch zu Jahresbeginn 2013 stetig fort. Drei Prozent Wachstum erwarte er in diesem Jahr. Dieser Trend spiegelt sich zudem in einem Anstieg heimischer Produktion sowie dem Import von Konsumgütern wider. Brasilien profitiere dabei massiv von dem hohen Niveau flüssigen Kapitals auf den weltweiten Finanzmärkten. Dies ermögliche brasilianischen Unternehmen, günstig an Kapital zu kommen, was auf der einen Seite vermehrt zu Investitionen im Land führt. Auf der anderen Seite könnten Unternehmen eigene Spareinlagen bildeten, um sich selbst besser abzusichern, so Tombini weiter.

Der Chef der Zentralbank lobte aber auch eine verbesserte inländische Infrastruktur, die die Hoffnungen auf Wachstum und Investitionen im Land geweckt hätten. In dem Zusammenhang verwies er auf ein staatliches Programm für öffentliche Dienstleistungen, das sich derzeit noch in der Umsetzung befindet. Dies sehe vor, die staatliche Infrastruktur und Logistik effizienter zu gestalten, um private Investitionen zu erleichtern und Kosten zu reduzieren. (ms)