Derzeit ist das Desinteresse der Brasilianer an den Wahlen im Oktober sehr hoch / Copyright: Agência Brasil
Derzeit ist das Desinteresse der Brasilianer an den Wahlen im Oktober sehr hoch / Copyright: Agência Brasil

Derzeit ist das Desinteresse der Brasilianer an den Wahlen im Oktober sehr hoch. / Copyright: Agência Brasil

Eine neue Studie des nationalen Industrieverbandes CNI (Confederação Nacional da Indústria) in Zusammenarbeit mit dem Statistikinstitut IBOPE (Instituto Brasileiro de Opinião Pública e Estatística) zeigt, dass 26 Prozent der Brasilianer kein Interesse an den bevorstehenden Wahlen im Oktober hat, bei denen Präsident, Gouverneure, Senatoren und Abgeordneten gewählt werden. 16 Prozent der Befragten gaben ein starkes Interesse an, 29 Prozent ein mittleres Interesse und weitere 29 Prozent ein geringes Interesse. Die Studie wurde vom 13. bis 15. Juni organisiert und es wurden 2.002 Personen in 142 Gemeinden befragt.

Für den Leiter der Forschungsabteilung des CNI, Renato da Fonseca, zeigen diese Prozentzahlen, dass die Menschen unzufrieden sind. Allerdings glaubt Fonseca auch, dass sich die Situation mit Beginn der Wahlkampagne im Juli ändern wird.

Laut Studie ist die Mehrheit der Jugendlichen und die Leute zwischen 45 und 54 Jahren nicht an den Wahlen interessiert. Von den Befragten zwischen 16 und 24 Jahren gaben zwölf Prozent an, dass sie sehr interessiert seien. Die Brasilianer mit starkem und mittlerem Interesse ergeben insgesamt 43 Prozent. Der Anteil mit wenig oder gar keinem Interesse beläuft sich auf 57 Prozent.

Von der Gruppe der zwischen 45 und 54 Jährigen haben 41 Prozent großes oder mittleres Interesse und 59 Prozent wenig oder kein Interesse. Unter den Personen zwischen 25 und 34 Jahren sinkt der Unterschied zwischen den Kategorien. Diejenigen, die stark und mittelstark interessiert sind, ergeben 48 Prozent, während diejenigen mit wenig oder keinem Interesse einen Anteil von 52 Prozent ausmachen.

Weitere Auffälligkeiten der Studie sind, dass die Personen mit einem höheren Bildungsgrad auch mehr Interesse an den Wahlen aufweisen. Außerdem gibt es im Südosten Brasiliens das geringste Interesse an den Wahlen. (ds)