Die brasilianische Sozialministerin Tereza Campello stellte die Erfolge der Sozialpolitik vor / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Sozialministerin Tereza Campello stellte die Erfolge der Sozialpolitik vor / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Sozialministerin Tereza Campello stellte die Erfolge der Sozialpolitik vor / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin hat das Gesetz begrüßt, das verschiedene Maßnahmen des Sozialprogramms „Bedürftiges Brasilien“ (Brasil Carinhoso) festlegt. Dazu zählt auch das Ziel, die extreme Armut in Brasilien zu überwinden. Das bereits vor einigen Jahren ins Leben gerufene Sozialprogramm für Familien (Bolsa Família) wird durch dieses Ziel nun ergänzt. Seit Juni wird ein Mindesteinkommen von 70 R$ (26,70€) pro Kopf einer Familie gezahlt, wenn in dieser Familie mindestens ein Kind lebt, das höchstens sechs Jahre alt ist. Das Ministerium für die soziale Entwicklung (Ministério do Desenvolvimento Social, kurz: MDS) hat errechnet, dass dieser geldwerte Vorteil bereits rund 2,8 Millionen Kinder aus der extremen Armut holen konnte.

Die Schätzung, die durch die Sozialministerin Tereza Campello vorgestellt wurde, umfasst zudem, dass die Maßnahme insgesamt rund 8,7 Millionen Brasilianer unterstützt, wenn die Eltern und Geschwister mitgezählt würden. „Für alle diejenigen, die fordern, dass der Staat sich primär um die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt kümmern sollte, wiederhole ich, dass 40 Prozent der extrem Armen Kinder sind“,  erläuterte Campello.

Campello veröffentlichte zudem, dass die brasilianische Regierung im September 182 Millionen Reais (69,44 Mio. Euro) für die entsprechenden Maßnahmen ausgab.

Dilma Rousseff stellte die Sozialpolitik als eine der Kernaufgaben ihrer Regierung dar. Wenn man Brasilien auf internationalen Versammlungen vertrete, werde ihr von vielen Nationen sehr viel Respekt für ihre sozialpolitischen Maßnahmen gezollt, so Rousseff. (sg)