Die Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage finden dieses Jahr in Hamburg statt. / Copyright: Thomas Wolf, www.foto-tw.de
Die Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage finden dieses Jahr in Hamburg statt. / Copyright: Thomas Wolf, www.foto-tw.de

Die Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage finden dieses Jahr in Hamburg statt. / Copyright: Thomas Wolf, www.foto-tw.de

Deutschland und Brasilien sollen ihre gegenseitigen Investitionen deutlich ausbauen, dafür plädierte der BDI-Präsident Ulrich Grillo bei den 32. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen in Hamburg. Die Veranstaltung läuft vom 31. August bis 2. September und gilt als wichtigstes Event für die Wirtschaftsbeziehung beider Länder. Veranstalter sind neben dem BDI sein brasilianischer Partnerverband CNI mit Unterstützung der AHK São Paulo. In verschiedenen Diskussionsforen geht es um Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Logistik und Infrastruktur, Öl und Gas, Automobil, Gesundheitswirtschaft und Energie.

Bereits heute tragen deutsche Unternehmen acht Prozent zum brasilianischen BIP bei. Gleichzeitig liegt die Investitionsquote von Deutschland in dem südamerikanischen Land bei 18 Prozent – andersherum sind es 17 Prozent. Für Grillo ist das noch viel zu wenig. Er glaubt, ein bilaterales Doppelbesteuerungsabkommen könnte die gegenseitigen Investitionen verstärken. Auch die Umsetzung eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und der Mercosur-Staatengemeinschaft, bei dem Brasilien Mitglied ist sei längst überfällig.

Auch der Chef der Lateinamerika-Initiative der deutschen Wirtschaft, Reinhold Festge, sprach sich für eine schnelle Einigung beim Freihandelsabkommen aus, dabei könnten seiner Meinung nach auch erst einmal nur Brasilien und Deutschland bilateral eine Vereinbarung treffen. Die EU währenddessen will ein einheitliches Abkommen mit allen Ländern im Mercosur-Verbund erreichen – bislang ohne Ergebnis. Brasilien erwartet von der EU mehr Freiheiten, zum Beispiel soll mehr Rindfleisch exportiert werden dürfen. (ls)