Brasilien baut in Zusammenarbeit mit Deutschland einen Forschungsturm im Amazonasgebiet / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, N. Palmer/CIAT
Brasilien baut in Zusammenarbeit mit Deutschland einen Forschungsturm im Amazonasgebiet / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, N. Palmer/CIAT

Brasilien baut in Zusammenarbeit mit Deutschland einen Forschungsturm im Amazonasgebiet. / Copyright: Wikimedia Commons, N. Palmer/CIAT

In diesem Jahr soll im Regenwald des Amazonasgebietes ein 325 Meter hoher Forschungsturm, der Amazon Tall Tower Observatory, errichtet werden, der für Beobachtungen klimatischer Veränderung in der Region eingesetzt wird. Das Projekt ist Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien. Beide Länder werden 7,5 Millionen Reais in den Turm investieren, die Bauarbeiten sollen im November abgeschlossen sein.

Da der Regenwald eines der sensibelsten Ökosysteme der Welt ist und eine wichtige Rolle beim Ausgleich des Klimas spielt, hat der Beobachtungsturm zum Ziel, die Auswirkungen globaler klimatischer Veränderungen in den Wäldern des Amazonas zu messen, das heißt die Wechselwirkung zwischen Wäldern und Atmosphäre. Des Weiteren dient der Turm für Forschungsarbeiten zur Atmosphärenchemie, wie Gasaustausch, chemische Reaktionen und Aerosole sowie Transportprozesse von Masse und Energie in der Grenzschicht der Atmosphäre.

Laut Angaben des Nationalen Forschungsinstitut des Amazonas INPA (Instituto Nacional de Pesquisas da Amazônia) wurde der Ort für das Projekt nach intensiven Untersuchungen in Zusammenarbeit mit dem deutschen Max-Planck-Institut und der Universität des Bundesstaates Amazonas (UEA) ausgewählt. Der Turm wird einer der ersten dieser Art in Südamerika sein, vier Mal höher als der derzeitige Turm des INPA.

Der Forschungsturm wird ununterbrochen in Betrieb sein und eine ungefähre Einsatzzeit von 20 bis 30 Jahren haben. In der näheren Umgebung sind zusätzlich vier weitere Türme mit einer Höhe von 80 Metern geplant, die den Hauptturm unterstützen sollen. (ds)