Die beiden Außenminister Guido Westerwelle und Antonio Patriota in einer Pressekonferenz / Copyright: Agência Brasil

Die beiden Außenminister Guido Westerwelle und Antonio Patriota in einer Pressekonferenz / Copyright: Agência Brasil

Gestern (13.02.) hat der deutsche Außenminister Guido Westerwelle bei einem Besuch einer Veranstaltung des brasilianischen nationalen Industrieverbandes (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI) erläutert, dass die künftige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien im Bereich der Infrastruktur weiter ausgebaut werden soll. Guido Westerwelle sprach dabei von der herausragenden Stellung die Deutschland auf dem Gebiet vorweisen könne und dieses Wissen Brasilien im Rahmen einer Zusammenarbeit anbieten könne. Konkret verwies er auf den Ausbau der digitalen Netze sowie auf den Sektor der erneuerbaren Energien. Vor allem den Bereich der erneuerbaren Energien hob Guido Westerwelle hervor. Er gab sich zuversichtlich, dass diejenigen Länder, die heute auf erneuerbare Energien setzen, morgen die führenden Länder der Erde sein werden.

Auch sprach Westerwelle von möglichen Kooperationen im Bereich des Schienen- und Flugverkehrs. Mit dem damaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva habe er bereits schon einmal über Hochgeschwindigkeitszüge diskutiert, so Guido Westerwelle beim Treffen des CNI. Vielmehr geht es nach Guido Westerwelle aber um einen prinzipiellen Ausbau des Strecken- und Infrastrukturnetzes, bei dem Deutschland einer der Vorreiter weltweit sei.

Thema bei dem Treffen war auch die Krise der Europäischen Union. Guido Westerwelle strich bei dem Treffen heraus, dass sich Deutschland seiner Verantwortung, die es habe, bewusst sei und alles dafür unternehme, dass der Euro auch in Zukunft eine stabile Währung bleibe. Auch die Schuldenkrise einiger europäischer Länder war dabei ein Thema, bei dem Guido Westerwelle versicherte, dass alle Maßnahmen getroffen werden, damit sich die Lage nicht weiter verschlechtere. (mas)