Der Dienstleistungssektor war zuletzt Brasiliens Motor. Er wuchs im Jahr 2013 um 8,5 Prozent an. /Copyright: Agência Brasil
Der Dienstleistungssektor war zuletzt Brasiliens Motor. Er wuchs im Jahr 2013 um 8,5 Prozent an. /Copyright: Agência Brasil

Der Dienstleistungssektor war zuletzt Brasiliens Motor. Er wuchs im Jahr 2013 um 8,5 Prozent an. /Copyright: Agência Brasil

Trotz des geringen Wirtschaftswachstums in 2013 konnte der brasilianische Dienstleistungssektor im vergangenen Jahr kräftig zulegen. Insgesamt wuchs der Umsatz des gesamten Servicebereiches um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) am gestrigen Mittwoch (19.2.) bekannt gab.

Das positive Ergebnis werde durch die relativ hohe Inflation von 5,911 Prozentpunkten in 2013 allerdings noch geschmälert. In den aktuellen Umsatzdaten habe das IBGE die Preisentwicklungen bislang nicht berücksichtigt, wie die Tageszeitung Folha de S.Paulo berichtet. Dennoch behält der Dienstleistungssektor den größten Anteil am BIP. Dieses betrug im vergangenen Jahr 2,253 Billionen US-Dollar. Der Sektor konnte seinen Anteil gegenüber Industrie und Landwirtschaft sogar noch ausbauen. Insbesondere der Zugang vieler neuer Kunden aus den unteren Einkommensschichten sowie Lohnerhöhungen hätten zu dem positiven Ergebnis beigetragen, schreibt Folha.

Trotz der Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt im zweiten Halbjahr 2013 wuchs der Dienstleistungsbereich ohne ernsthafte Krisenerscheinungen weiter und ohne Auswirkungen auf die Beschäftigung und Gewinne. Diese müssen aber noch mit der Inflation verrechnet werden, um die realen Verluste zu ermitteln. Für das Jahr 2014 steht vor allem die Frage im Vordergrund, wie sich der Arbeitsmarkt nach drei Jahren eines fast stagnierenden BIP verhalten wird. (ms)