Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff bei der Eröffnung der CeBIT in Hannover / Copyright: Agência Brasil

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff bei der Eröffnung der CeBIT in Hannover / Copyright: Agência Brasil

Die weltweit größte internationale Technologiemesse CeBIT in Hannover wurde gestern (05.03.) durch die Bundeskanzlerin Angela Merkel, die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff, den Vorsitzenden von Google, Eric Schmidt und den Premierminister von Niedersachsen, David McAllister, eröffnet.

Brasilien, welches mittlerweile zu den größten Technologiemärken und Hightech-Produzenten gehört, ist dieses Jahr Deutschlands Partnerland auf der CeBIT und einer der wichtigsten Handelpartner der Bundesrepublik auf dem lateinamerikanischen Kontinent.

Während ihrer Ansprache auf der Eröffnung der Messe, sprach die brasilianische Präsidentin über den Fortschritt des Technologiesektors in Brasilien, über die Vorteile der strategischen Partnerschaft mit Deutschland, aber auch über Maßnahmen der brasilianischen Regierung in Hinsicht auf die digitale Integration.

Eine digitale Ausgrenzung vergrößere, Rousseff zufolge, vor allem die schon bestehenden sozialen Ungleichheiten. Brasilien habe sich deshalb in den letzten Jahren klar für eine Universalisierung des Zugangs zur Nutzung von Informationstechnologien eingesetzt. Sie wies auf das Wachstum der brasilianischen Mittelklasse hin, die nie zuvor in der Landesgeschichte so stark vertreten gewesen sei, und einen direkten Einfluss auf die Nutzung von Technologien habe. Laut Rousseff dürfen die Entwicklung der Technologien und der für den Nutzer entstehende Gewinn nicht nur ein Privileg für Wenige darstellen.

Für das Jahr 2012 seien große Investitionen im IT-Sektor geplant. Bis Ende des Jahres soll das Regierungsprogramm Breitband (Programa nacional de banda larga) alle 27 brasilianischen Landeshauptstädte und damit insgesamt die Hälfte der brasilianischen Bevölkerung mit Internetzugang versorgen.

Auch Googles Vorstandsmitglied Eric Schmidt, der an der Eröffnungszeremonie teilnahm, unterstützte Rousseffs Bedenken bezüglich der digitalen Integration und sagte, dass das World Wide Web seinem Namen noch gerechter werden müsse. (jv)