Ein neues Forschungszentrum in Rio de Janeiro soll die Erdölproduktion optimieren / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin wies gestern (22.10.) alle Kritik an der Vergabe von Lizenzen an ausländische Firmen zur Förderung von Öl und Gas in den Küstengebieten Brasiliens zurück. Die Regierung habe nicht vor etwas an der Gesetzgebung zu ändern.

Ein neues Forschungszentrum in Rio de Janeiro soll die Erdölproduktion optimieren / Copyright: Agência Brasil

Das Öl- und Gasvorkommen vor der brasilianischen Küste generiert täglich tausende Liter / Copyright: Agência Brasil

Die Präsidentin kann das Unverständnis gegenüber dieser Gesetze nicht nachvollziehen. In den vergangenen Tagen hatte es Demonstrationen gegeben, dessen Teilnehmer kritisierten, dass ausländische Unternehmen sich an dem Öl- und Gasvorrat Brasiliens bereicherten. Dilma erklärte jedoch, dass man in den sogenannten Pré-Sal-Gebieten das beste aus den Vorräten rausholen wolle und deswegen eine Ausschreibung der Lizenzen veranlasst habe, um mit dem Unternehmen, das das beste Angebot abgegeben hat zu kooperieren – sei es eine brasilianische oder eine ausländische Firma.

Den Zuschlag hatte letztlich ein Konsortium der Konzerne Petrobras (bras.), Shell (engl.-niederl.), Total (franz.), CNPC (chin.) und Cnooc (chin.) erhalten. Dilma erklärte, dass die finanziellen und technologischen Kapazitäten und das Know-How der großen Konzerne langfristig die besten Möglichkeiten für die Öl- und Gasvorkommen Brasiliens bieten würden. Petrobras und Shell seien weltweit die Experten für die Förderung von Öl und Gas aus tiefem Wasser.

An ihrem Versprechen, die Gewinne aus der Rohstoffförderung zu 100 Prozent in Bildung, Gesundheitswesen und weitere entwicklungsbedürftige Sektoren zu stecken hielt die Präsidentin fest. (sg)