Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit ihrem peruanischen Amtskollegen Ollanta Humala / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit ihrem peruanischen Amtskollegen Ollanta Humala / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff begann gestern (28.07.) ihre Reise nach Peru und nahm an dem Amtsantritt des kürzlich gewählten Präsidenten Ollanta Humala teil. Die Zeremonie begann im Nationalkongress in der Hauptstadt Lima, gefolgt von einem gemeinsamen Mittagessen der beiden Staatschefs. Der peruanische Präsident besuchte nach seinem Wahlsieg Anfang Juni als erste Nation Brasilien und erklärte, dass dieses Land ein Vorbild für wirtschaftliches Wachstum sei, von der auch die Gesellschaft profitiere.

Außerdem wird die Präsidentin Brasiliens an einem außerordentlichem Treffen der Union Südamerikanischer Nationen (União das Nações Sul-Americanas, kurz UNASUL) teilnehmen. Das Thema der Zusammenkunft ist die wirtschaftlich-regionale Integration der Mitgliedsstaaten, die verhindern soll, dass von der Krise der Vereinigten Staaten Amerikas und einigen Ländern der Europäischen Union, bald auch die südamerikanischen Nationen betroffen sind.

Laut Marco Aurélio Garcia, einem wichtigen Berater der brasilianischen Regierung, sollte der Kontinent um die weltweite Situation besorgt sein, da „wir dabei zusehen könnten, wie Wirtschaftsmodelle zugrunde gehen“. Weiterhin erklärt er, dass eine Rezession der Industrieländer vor allem Länder wie Peru treffe, da diese stärker von Exporten abhängig seien. Neben der regionalen Integration betont Garcia deshalb auch die Erschließung neuer Märkte wie China und Indien.

Heute trifft Rousseff auf die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner und hält damit ein weiteres bilaterales Treffen ab, um so die Beziehungen zu den Nachbarländern zu stärken. (gp)