Brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit Präsidet der Ukraine Viktor Yanukovitch / Copyright: Agência Brasil

Brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit Präsident der Ukraine Viktor Yanukovitch / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff äußerte gestern (25.10.) dem Präsidenten der Ukraine Viktor Yanukovich gegenüber ihre Bedenken zum Andauern der Krise in den europäischen Ländern und plädierte für effiziente Maßnahmen, die gegen die Ausbreitung der Wirtschaftskrise vorgehen.

Yanukovich ist derzeit in Brasilien, um mit Rousseff über eine Zusammenarbeit im Bereich Technik und Weltraum zu verhandeln.

Die Präsidenten sprachen über die internationale Wirtschaft und die Perspektiven für den Gipfel der G20 (die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer) in Cannes. Rousseff sei der Meinung, dass es an schnellem Handeln bezüglich der Wirtschaftskrise mangele, um der Verschärfung der Krise mit ernsthaften politischen und sozialen Konsequenzen zu entgegnen.

Rousseff stellte noch einmal klar, dass sie sich beim Gipfeltreffen der G20, das am dritten und vierten November in Cannes stattfinden wird, dafür einsetze, dass seitens der Länder, die im Zentrum der Krise stehen, rigorose steuerliche Maßnahmen getroffen werden sowie Aktivitäten für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Ihrer Meinung nach wäre der Ausweg aus der Krise mit einer Kombination aus steuerlichen Maßnahmen, wirtschaftlichem Wachstums und neuen Arbeitsplätzen realisierbar.

Des Weiteren äußerte sie, dass Brasilien und andere Länder mit dem sogenannten Währungskrieg nicht einverstanden seien. Man solle immer vermeiden, dass bestimmte Länder mit Konjunkturproblemen ihre Kosten auf andere Länder transferieren.

Rousseff ist außerdem der Meinung, dass sich Länder für die Reaktorsicherheit bei Gewinnung von Nuklearenergie einsetzen müssten. Die Ereignisse in Tschernobyl und Fukushima hätte gezeigt, wie wichtig die Sicherung sei.

Die Präsidentin bat Yanukovich um Unterstützung, dass Brasilien einen permanenten Sitz im Sicherheitsrat der UNO bekomme. Brasilien würde sich für die Abrüstung und gegen die Weiterverwendung von Massenvernichtungswaffen einsetzen.

Die beiden Präsidenten sprachen im Palast der Hochebene ebenso über die Vorbereitung der Konferenz Rio+20 und über Fragen bezüglich Frieden und Sicherheit. Sie unterzeichneten Abkommen in den Bereichen Verteidigung, Gesundheitswesen, Land- und Viehwirtschaft sowie zur Förderung von Investitionen. (ds)