Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff eröffnet in der kommenden Woche die UN-Generalversammlung / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff eröffnet in der kommenden Woche die UN-Generalversammlung / Copyright: Agência Brasil

In der kommenden Woche wird die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff als erste Frau die UN-Versammlung eröffnen. Außerdem wird sie neben der Türkei und Belgien das Herkunftsland ihrer Eltern, Bulgarien, besuchen. Insbesondere das bilaterale Treffen in der Türkei wird angesichts der diplomatischen Krise zwischen Israel und der Türkei als wichtiger Schritt angesehen.

Die politische Situation im Nahen Osten wird der Präsidentin bei der Eröffnung der UN-Versammlung eine Positionierung abverlangen, denn im Rahmen des Zusammentreffens wird die Frage diskutiert, ob Palästina einen Anspruch auf einen eigenen, unabhängigen Staat erheben kann. Dies wurde von der Regierung des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Lula da Silva unterstützt. Bisher ist der konkrete Inhalt der Rede nicht bekannt, jedoch geht man davon aus, dass Rousseff über die Ursachen, Verantwortlichen und Bekämpfung der Krise sprechen wird.

Ein weiteres Thema der UN-Versammlung wird die Nachhaltige Entwicklung und eine Reformierung des Global Governance-Modells sein, sodass auch Schwellenländer zukünftig ein größeres Mitspracherecht in internationalen Organisationen haben werden. Im Rahmen dessen werde Brasilien sich dafür einsetzen, einen permanenten Sitz um UN-Sicherheitsrat zu erhalten.

Zudem wird Dilma Rousseff sich mit dem US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama, dem französischen Amtskollegen Nicholas Sarkozy und mit dem mexikanischem Staatsoberhaupt Felipe Calderón treffen. Außerdem sind Gespräche mit dem britischen Premierminister David Cameron sowie mit dem UN-Generalsekretär Ban-Ki-Moon angesetzt. (gp)



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