Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff spricht über Investitionen in die Energiewirtschaft / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff spricht über Investitionen in die Energiewirtschaft / Copyright: Agência Brasil

Bei der Einweihung des Wasserkraftwerkes Usina Hidrelétrica de Estreito, das sich auf die Bundesstaaten Maranhão und Tocantins erstreckt, teilte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff gestern (17.10.) mit, dass die Regierung sich stark dafür eingesetzt habe, die Branche zu stabilisieren und Stromausfälle im Land zu vermeiden.

„Die Grundlage dieses Projekts ist die Zusammenarbeit des öffentlichen und privaten Sektors. Wir investieren nicht nur wieder in die Stromerzeugung, sondern auch in Übertragungsnetze und in den Vertrieb. Wir werden die Expansion auch weiterhin planmäßig und konsequent durchführen“, so Rousseff.

Außerdem sprach die Präsidentin über die derzeitige wirtschaftliche Situation. Es sei möglich, trotz aller Sparmaßnahmen in das Land zu investieren und trotz der internationalen Krise, die auch Auswirkungen auf Brasilien habe, Arbeitsplätze zu erhalten. Um das Wachstum des Landes zu garantieren, sei die Wettbewerbsfähigkeit fundamental und die Energiebranche wäre eine Voraussetzung dafür. In diesem Zusammenhang sprach sich Rousseff noch einmal für die Nutzung von Wasserkraft aus, da diese eine saubere Energiequelle sei, im Vergleich zu Anlagen, die Kohle verwenden.

Das Wasserkraftwerk ist eine Baumaßnahme des Programms für beschleunigtes Wachstum PAC (Programa e Aceleração do Crescimento) und hat Kapazitäten, eine Stadt mit vier Millionen Einwohnern zu versorgen. In den Bau wurden fünf Milliarden Reais (ca. 1,8 Milliarden Euro) investiert. Weitere 600 Millionen Reais flossen in Umweltmaßnahmen, um die Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Umwelt und auf die dort lebende Bevölkerung zu minimieren. (ds)