Dilma Rousseff beklagt die Aufstellung internationaler Organisationen / Copyright: Agência Brasil
Dilma Rousseff beklagt die Aufstellung internationaler Organisationen / Copyright: Agência Brasil

Dilma Rousseff beklagt die Aufstellung internationaler Organisationen / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff fordert die Reform von internationalen Institutionen wie dem internationalen Währungsfond (kurz: IWF), der Weltbank und dem Weltsicherheitsrat.

Bei der feierlichen Abschlussfeier neuer Diplomatenjahrgänge erklärte Dilma Rousseff, dass die großen weltweiten Organisationen neu aufgestellt werden müssten, da sich in den letzten Jahren die Machtverhältnisse deutlich verändert hätten. Sie bemängelte, dass beispielsweise der Weltsicherheitsrat immer noch die gleiche Struktur habe, wie bei seiner Gründung in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Dies sei nicht zeitgemäß, betonte Dilma Rousseff. Sie kritisierte außerdem den Mangel an Vertretungsanspruch und Legitimation in vielen Konflikten der Welt. Außerdem wünschte sie sich insgesamt mehr Vertreter aufstrebender Länder in den Räten der Organisationen.

Es habe in den vergangenen Jahrzehnten teils große Veränderungen in der Konstellation der Weltmächte gegeben, an denen auch Brasilien einen großen Anteil gehabt habe. Sie forderte deswegen von den Diplomatenanwärtern eine adäquate Vertretung Brasiliens im Ausland und den Willen durch respektvollen Umgang mit den anderen Regierungen einen produktiven Dialog herzustellen. Brasilien habe die Kraft, um in Zusammenarbeit mit anderen Ländern weltweite Veränderungen und Herausforderungen anzunehmen. Sie wünschte sich durch die Diplomaten die Werte Brasiliens wie Vielfalt, Menschenrechte, Würde und Nachhaltigkeit vertreten zu sehen. (sg)