Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff wird morgen am Gipfeltreffen der ASPA teilnehmen / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff wird morgen am Gipfeltreffen der ASPA teilnehmen / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff wird morgen (02.10.) am dritten Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs südamerikanischer und arabischer Staaten ASPA (América do Sul–Países Árabes) in Lima (Peru) teilnehmen. Rousseff wird an zweiter Stelle in der Eröffnungsveranstaltung nach dem Generalsekretär Nabil Elarabi vorsprechen.

Am Ende der Veranstaltung soll eine gemeinsame Erklärung der 32 Repräsentanten der Gruppe abgegeben werden, die die zur Diskussion stehenden Hauptthemen beinhaltet. Die bei früheren Gipfeln ebenfalls teilnehmenden Länder Syrien und Paraguay wurden vom Treffen ausgeschlossen.

Thematisiert werden soll die gemeinsame Reaktion auf die Gewalt in Syrien, die bereits seit 18 Monaten anhält. Ein weiteres Thema sind die Demonstrationen gegen Attacken auf  US-Botschafter, die aufgrund eines in den USA produzierten antiislamistischen Films seitens Länder mit arabischer Bevölkerung stattfanden. Außerdem soll über die Verteidigung der Rechte der Palästinenser für einen autonomen und unabhängigen Staat gesprochen werden.

Brasilien spielt nicht nur eine große Rolle, weil es Gastgeber des ersten Gipfeltreffens war, sondern es hat auch eine Vorbildfunktion: So dienen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut, für soziale Eingliederung, für Einkommensfragen, für die Rechte von Minderheiten sowie für die Gleichberechtigung von Mann und Frau als Beispiel.

In den vergangenen Tagen wurden auch mögliche Partnerschaften in Wirtschaft, Finanzwesen und nachhaltiger Entwicklung diskutiert, die Maßnahmen bezüglich der Wüstenbildung und des Klimawandels, sowie Abkommen in Kultur, Wissenschaft, Technik und Innovation beinhalten.

Insgesamt erreicht die Verbindung der ASPA-Staaten ein Bruttoinlandprodukt von ca. 5,4 Billionen US-Dollar mit einer Bevölkerung von 750 Millionen Einwohnern. Von 2005 bis 2011 stieg der Handelsaustausch der beiden Partnerregionen um 101,7 Prozent. Allein der Handel zwischen Brasilien und den arabischen Ländern stieg um 138,9 Prozent, von 10,5 Milliarden US-Dollar auf 25,1 Milliarden US-Dollar. (ds)