Werftproduktion in Brasilien / Copyright: Creative Commons, Rotametalmecanica

Werftproduktion in Brasilien / Copyright: Creative Commons, Rotametalmecanica

Um die brasilianischen Werften steht es trotz der von der Regierung vergebenen Aufträge schlecht. Auch sie spüren die Konkurrenz aus Asien und leiden unter dem Preisverfall. In den vergangenen Monaten haben vor allem die halbstaatliche Petrobras und andere vom Staat kontrollierte Unternehmen immer wieder Aufträge an die brasilianischen Werften vergeben, um diese zu stützen. Bei ihrem gestrigen Besuch auf einer dieser Werften bekannte sich Dilma Roussef zu den brasilianischen Werften.

Mit Hinweis auf die Vorstandsvorsitzende von Petrobras, Graça Foster, sprach die Präsidentin davon, dass es für sie ebenfalls kein Werftensterben geben darf. Sie betonte, dass Millionen von Reais bereits ausgegeben wurden, um diese Infrastruktur und die industriellen Anlagen zu erreichen und diese sollen auch zukünftig dazu dienen, dass Brasilianer Arbeit im Schiffsbau finden. Die Werft, die Dilma Rousseff besuchte, ist derzeit von Petrobras beauftragt, zwei Plattformen zur Erdöl- und Erdgasförderung zu montieren. Auch zukünftig brauche Brasilien diesen Industriesektor, der fähig ist, mit hoher Qualität technische Innovationen im Bereich des Schiffsbau zu konstruieren.

Die beiden Plattformen P-55 und P-58 werden ab Ende 2013 für Petrobras einsatzbereit sein und sollen dann helfen, die Produktion von Erdöl und Erdgas an neuen Bohrlöchern aufrecht zu halten. Durch mangelnde Investitionen hat Petrobras in diesem Jahr einen Rückgang seiner Förderkapazitäten erlitten und versucht, durch ein umfassendes Investitionsprogramm wieder zu alten Fördermengen zurückkehren zu können. (mas)