Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat gestern (16.08.) verkündet, bis zum Jahr 2014 250.000 neue Studienplätze an den staatlichen Universitäten und 600.000 Studienplätze an den staatlichen Instituten für Bildung, Wissenschaft und Technologie (Institutos federais de educação, ciência e tecnologia) zu schaffen.

Der Zugang zur Bildung sollte der Präsidentin zufolge sehr stark sozial gewichtet werden, sodass Jugendliche und Arbeiter im ganzen Land davon profitieren können. Mit der Erhöhung der Studienplätze möchte Rousseff das Land besser für die Zukunft vorbereiten.

,,In nur zwei Jahren wird Petrobras eine Nachfrage von 230.000 Gas- und Erdöl-Technikern haben. Aber Brasilien braucht auch qualifiziertes Personal, um den Bedürfnissen internationaler Firmen gerecht zu werden, die sich hier in Brasilien niederlassen“, erklärte Rousseff.

Die Schaffung von mehr Studienplätzen ist die dritte Etappe eines vierteiligen Programmes der Regierung mit dem Ziel, in die Hochschulbildung zu investieren. Weitere Maßnahmen sind die Gründung vier staatlicher Bildungsbetriebe in den Bundesstaaten Bahia, Pará und Ceará. Dafür werden insgesamt für ein staatliches Bildungsinstitut 7 Mio. R$ und für einen Campus zwischen 15 Mio. R$ und 20 Mio. R$ investiert.

Laut Fernando Haddad, dem brasilianischen Bildungsminister, wird durch die Gründung der neuen Universitäten die historische Ungerechtigkeit beendet, aufgrund derer ganzen Bevölkerungsteilen der Zugang zur Bildung verwehrt wurde. (gp)