Die brasilianische Präsidentin ist weiterhin von den Regierungsmaßnahmen überzeugt / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin ist weiterhin von den Regierungsmaßnahmen überzeugt / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin ist weiterhin von den Regierungsmaßnahmen überzeugt / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff kritisierte gestern (12.06.) die Vorwürfe von Experten, die sich negativ gegenüber Regierungsmaßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft geäußert hatten. Die Regierung hatte unter anderem Steuern gesenkt und die Kreditvergabe erleichtert, um den inländischen Konsum zu stimulieren und Konsequenzen der internationalen Krise abzuwehren. Die brasilianische Wirtschaft soll so durch inländisches Wachstum gestärkt werden.

Finanzexperten äußerten sich jedoch negativ zu diesen Maßnahmen: Sie seien nur kurzfristiger Natur und würden langfristig zu einer höheren Verschuldung der brasilianischen Haushalte führen. Dilma Rousseff konterte, dass die Brasilianer im internationalen Vergleich keine hohe Verschuldung aufweisen würden. Die Präsidentin erklärte bei einer Konferenz in Belo Horizonte, sie wolle weiterhin an der Strategie festhalten, die eigene Wirtschaft durch einen gesteigerten inländischen Konsum anzuregen. Es wäre für sie sehr verwunderlich, wenn die Regierungsmaßnahmen nicht zu einem steigenden Konsum führen würden.

Dilma Rousseff betonte außerdem, dass ihre Regierung durch die Maßnahmen keinesfalls Geld verschwenden würde, sondern Investitionen für eine sichere Zukunft unternehme. Sie wies darüber hinaus darauf hin, dass Brasilien die Bedingungen für ausländische Investitionen in Brasilien vereinfachen müsse, um das Wirtschaftswachstum zu gewährleisten. Dies würde unter anderem eine Veränderung von Steuersätzen und Zinsen verlangen.

Um die internationale Krise unbeschadet zu überstehen, habe Brasilien genug Kraft, um auf eventuelle negative Effekte reagieren zu können, so Dilma Rousseff. Brasilien verfüge über eine beständige Wirtschaft und habe nicht mit einer so hohen Arbeitslosenquote zu kämpfen wie einige europäische Länder. (sg)