Das Entwicklungsprogramm PAC wurde 2007 durch Dilma Rousseff unter Lula gestartet. / Copyright: WikiCommons Marcello Casal Jr.ABr
Das Entwicklungsprogramm PAC wurde 2007 durch Dilma Rousseff unter Lula gestartet. / Copyright: WikiCommons Marcello Casal Jr.ABr

Das Entwicklungsprogramm PAC wurde 2007 durch Dilma Rousseff unter dem damaligen Präsident Inácio da Silva Lula gestartet. / Copyright: WikiCommons Marcello Casal Jr.ABr

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat am vergangenen Donnerstag (5.6.) auf einer Veranstaltung die Kooperation zwischen öffentlichem und privatem Sektor für Investitionen verteidigt. Der Ausbau der Infrastruktur des Landes sei in der jüngsten Vergangenheit vor allem durch die Zusammenarbeit zwischen privatem und öffentlichem Sektor in hohem Maße vorangeschritten, wird Rousseff im Estado de São Paulo zitiert. Damit argumentierte sie, dass die Regierung auch zukünftig auf das sogenannte Public Private Partnershipsetze.

Der Staat hätte so große Investitionen, wie sie im Rahmen der beiden Entwicklungsprogramme, dem Programa de Aceleração do Crescimento 1 und 2 (kurz: PAC1 und PAC2) getätigt wurden, nicht allein tragen können, so die Präsidentin. In der Regel wurde mit Privatinitiative kooperiert. Die beiden mehrjährigen Infrastrukturprogramme, die 2007 durch Dilma Rousseff unter der Regierung Lulas ins Leben gerufen worden, hätten die Fähigkeit des Staates, große Projekte zu planen und auszuführen, enorm erweitert, so Rousseff. „Wir haben mit dem PAC die Planungs- und Durchführungsfähigkeit in bestimmten Bereichen enorm erweitert. Ohne die Partnerschaften des öffentlichen und privaten Sektors sind bedeutsame Investitionen nicht möglich“, wie Rousseff bekräftigt.

Bei der Ausführung komplexer Maßnahmen sei auch die Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Bundesstaaten und dem Bund wichtig gewesen, so die Präsidentin. Dies sei ein Novum in Brasilien. Denn vor dem Eintritt der Arbeiterpartei PT in die Regierung im Jahr 2003 habe der Staat kaum investiert. Es habe gar keine Planungsziele des Staates gegeben, wodurch notwendige Maßnahmen nicht angegangen wurden.

Im Jahr 2007 wurde das PAC I verabschiedet. Dieses sah in drei Folgejahren ein Investitionsvolumen von 503,9 Milliarden Reais (damals etwa 223 Milliarden Euro) vor. Zum PAC gehören Projekte des Staudammbaus, des Ausbaus von Busnetzen, des Häuserbaus oder des Ausbaus der Kommunikationsnetze. Private Unternehmen sind häufig durch Konzessionen beteiligt. (ms)