Steuern und Kosten für Elektrizität sollen gesenkt werden / Copyright: Wikimedia Commons (Інтернет)
Steuern und Kosten für Elektrizität sollen gesenkt werden / Copyright: Wikimedia Commons (Інтернет)

Steuern und Kosten für Elektrizität sollen gesenkt werden / Copyright: Wikimedia Commons (Інтернет)

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat angekündigt, die Steuern und Kosten der Elektrizität für Produzenten und Anbieter zu senken. Ziel der Präsidentin ist es, die Energiewirtschaft durch diesen Schritt anzukurbeln. Seit Mitte letzten Jahres bewegt sich Brasilien am Rande einer Rezession. Hohe Steuern und andere strukturelle Probleme hindern die ehemals enorm dynamische Wirtschaft daran, weiterhin so hohe Wachstumsraten zu verzeichnen wie noch im letzten Jahr.

In stagnierenden Sektoren, wie der Automobilindustrie, hatte die Regierung Rousseffs bereits schrittweise Maßnahmen ergriffen, wie beispielsweise die Senkung der Steuern. Damit antwortete die brasilianische Regierung auf die Kritik von Investoren, die weitere Investitionen bei schlechten steuerlichen Rahmenbedingungen ausschlossen. Mit der Senkung der Steuern im Elektrizitätssektor hofft Rousseff nun Investoren anzulocken. Außerdem will sie durch niedrigere Elektrizitätskosten den Konsumenten und ebenso den Produzenten energieintensiver Güter entgegen kommen. Brasilien hatte zuletzt die weltweit dritthöchsten Energiekosten.

Dilma Rousseff nannte den Elektrizitätssektor beispielhaft für viele Bereiche, in denen steuerlich etwas geändert werden müsse. Es ginge allgemein darum, die Steuern in Brasilien zu senken und das gesamte Steuersystem zu vereinfachen, so ein Vertrauter der Präsidentin. Rousseff wird die Veränderungen und Senkungen allerdings nicht alleine durchsetzen können, sondern diese mit dem Kongress abstimmen müssen. Falls ihr Vorhaben akzeptiert und durchgesetzt wird, sollen Steuervereinfachungen und -senkungen in anderen Bereichen, wie beispielsweise der Telekommunikation, folgen. (sg)