Eine DNA-Datenbank soll Verbrechen verhindern und Aufklärungen erleichtern / Copyright: Wikimedia Commons (Maggie Bartlett, NHGRI)
Eine DNA-Datenbank soll Verbrechen verhindern und Aufklärungen erleichtern / Copyright: Wikimedia Commons (Maggie Bartlett, NHGRI)

Eine DNA-Datenbank soll Verbrechen verhindern und Aufklärungen erleichtern / Copyright: Wikimedia Commons (Maggie Bartlett, NHGRI)

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat den Aufbau einer Datenbank der DNA von Gewaltverbrechern für gut befunden und ihr zugestimmt. Bereits Anfang dieses Monats hatte die Abgeordnetenkammer einem Gesetz zugestimmt, welches die Erstellung der Datenbank vorsieht. Dabei soll die Datenbank auf Basis des vom US-amerikanischen FBI entwickelten Combined DNA Index System (kurz: CODIS) aufgebaut werden. In insgesamt 17 Laboratorien, die außerdem an der Identifizierung vermisster Menschen arbeiten, sollen die Daten gesammelt und archiviert werden.

Die Datenbank soll die DNA von jeglichen Straftätern erfassen und so weitere Straftaten verhindern oder zumindest zu einer schnelleren Aufklärung der Verbrechen führen. Bislang wurden lediglich Fingerabdrücke genommen und Fotos der Straftäter digital gespeichert. Länder, in denen es diese DNA-Datenbank bereits gibt, befinden diese für extrem nützlich und verzeichnen Erfolge. Brasilien ist nun das 56. Land, das ein solches Gesetz verabschiedet. In Südamerika hatten zuvor bereits Chile und Uruguay DNA-Datenbanken für Straftäter eingerichtet. Man geht nun davon aus, dass dem Beispiel Brasiliens weitere lateinamerikanische Länder folgen werden.

Vorangetrieben hatte der Senator Ciro Nogueira der Fortschrittspartei (Partido Progessista, kurz: PP) die Verabschiedung des Gesetzes. Er sei überzeugt von den Vorteilen, die die Datenbank bringen würde, so Nogueira. Natürlich sei ihm klar, dass Menschen nicht allein durch DNA-Spuren verurteilt oder freigesprochen werden dürften, die Datenbank sei aber dennoch eine wichtige Ergänzung zu den gängigen Ermittlungsverfahren. (sg)