Die Stadt Rio de Janeiro leugnet etwas mit den Menschenrechtsverletzungen zu tun zu haben. / Copyright: Agência Brasil

Die Stadt Rio de Janeiro verletzt weiterhin die Menschenrechte der Bürger, die im Einzugsbereich der Olympischen Spiele leben. Das belegt die vierte Ausgabe des Dossiers „Megaevents und Verletzung der Menschenrechte in Rio de Janeiro“, das vom Volksausschuss für die Olympischen Spiele von Rio de Janeiro und dem Observatorium der Metropolen erarbeitet wurde.

„Das Dossier zeigt, dass die Umzüge nicht aufhören, anders als die Stadt im vergangenen Jahr versprochen hatte. Sie sind noch nicht abgeschlossen und ein erheblicher Teil kann mit den Olympischen Spielen in Verbindung gebracht werden“, sagt Orlando dos Santos Júnior, Wissenschaftler beim Observatorium der Metropolen und Professor am Institut für Forschung und Städte- sowie Regionalplanung der staatlichen Universität von Rio de Janeiro.

Santos Júnior erklärte, dass es Schwierigkeiten bei der Informationsbeschaffung rund um die Olympischen Spiele gegeben habe, dass sich der Ausschuss aber dennoch darum bemüht habe, die Umzüge aufgrund der Veranstaltung zu identifizieren. „Laut der Stadt gibt es in Rio de Janeiro keine Umzüge aufgrund der Spiele, ausgenommen in Vila Autódromo“, so der Forscher. Allerdings entspräche dies nicht ganz der Wahrheit, denn damit würden die Eingriffe aufgrund der Mobilitätsoffensive im Rahmen des Projekts Olympia nicht berücksichtigt.

Laut dem Volksausschuss für die Olympischen Spiele sind mindestens 4.120 Familien bereits zum Umzug gezwungen worden und weitere 2.486 seien immer noch mit dem Umzug beschäftigt. (ls)

Quelle: Agência Brasil