Die anhaltende Dürre in Brasilien erweist sich als Problem der Produktivität der Land- und Viehwirtschaft des Landes / Copyright: Agência Brasil
Die anhaltende Dürre in Brasilien erweist sich als Problem der Produktivität der Land- und Viehwirtschaft des Landes / Copyright: Agência Brasil

Die anhaltende Dürre in Brasilien erweist sich als Problem der Produktivität der Land- und Viehwirtschaft des Landes. / Copyright: Agência Brasil

Laut Einschätzungen des Leiters des Nationalen Verbandes für Land- und Viehwirtschaft SNA (Sociedade Nacional de Agricultura), Alberto Figueiredo, habe die anhaltende Dürre nicht nur Auswirkungen auf die Wasserversorgung von Privathaushalten, sondern gefährde auch die Geschäftsfähigkeit von Landwirten. Die Probleme würden sich nicht allein durch erneute Regenfälle lösen. Figueiredo zufolge müssten Aufforstungsmaßnahmen an den Flüssen vorgenommen werden, um die Wasserversorgung zu garantieren.

Die Wasserknappheit hindere daran, neue Bewässerungsprojekte anzustoßen sowie bereits existierende Initiativen auf dem Land aufrechtzuerhalten, damit einhergehend sei auch die Produktivität beeinträchtigt. Für Figueiredo ist es deshalb wichtig, dass die Regierungen der Bundesstaaten Anreize schaffen, damit Landwirte nötige Gebiete neu bepflanzen können, vor allem Berghänge.

Das neue Waldgesetz (Código Florestal) verringere bedauerlicherweise die Anforderungen für Wiederbepflanzungen, was negativ sei, da es sich um Gebiete handele, die weder zur Produktivität in der Landwirtschaft noch in der Viehwirtschaft beitragen. Figueiredo zufolge müsse ein Artikel des Gesetzes dafür genutzt werden, diese Notwendigkeiten abzudecken.

Einen Lösungsansatz zur Steigerung der Produktivität sieht Figueiredo beispielsweise darin, dass mehr Vieh auf engerem Raum gehalten wird und die frei gewordenen Flächen zur Wiederbepflanzung genutzt werden könnten. (ds)