Ökonomin will den Anteil von Kernenergie am Energiemix Brasiliens erhöhen. / Copyright: Wikimedia Commons, Rodrigo Soldon, CC BY 2.0
Ökonomin will den Anteil von Kernenergie am Energiemix Brasiliens erhöhen. / Copyright: Wikimedia Commons, Rodrigo Soldon, CC BY 2.0

Ökonomin will den Anteil von Kernenergie am Energiemix Brasiliens erhöhen. / Copyright: Wikimedia Commons, Rodrigo Soldon, CC BY 2.0

Die durchschnittlichen Energiekosten für die brasilianische Industrie sind in diesem Monat um 11,5 Prozent gestiegen, das zeigt die Untersuchung „Was kostet der Strom für die Industrie in Brasilien?“, die am Freitag (9.01) vom Industrieverband von Rio de Janeiro (Firjan) veröffentlicht wurde und auf der Internetseite des Verbands heruntergeladen werden kann.

Die Ökonomin Tatiana Lauria, Expertin für industrielle Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen im Firjan-Verbund, sagte der brasilianischen Nachrichtenagentur Agência Brasil, dass die durchschnittlichen Stromkosten von 360,85 Reais pro Megawattstunde (MWh) auf 402,26 Reais raufgeklettert sind mit dem Inkrafttreten eines neuen Systems zur Tarifkennzeichnung seit dem 1. Januar dieses Jahres. Der Wert der durchschnittlichen Kosten beinhaltet dabei auch die Angleichung um 0,9 Prozent des Energieanbieters Eletropaulo mittels einer Tarifkorrektur im Juli 2014.

„Was besonders auffällig erscheint, ist die Veränderung von Dezember bis Januar. Was in den Energiepreis einfließt, ist der Preis für den Start des Systems der Tarifkennzeichnung. Dieses System hat den Anstieg verursacht“, so Lauria. Deshalb sei es notwendig, strukturelle Maßnahmen zu ergreifen, um den Energiepreis für die nationale Industrie wieder wettbewerbsfähig zu machen, auch in Bezug auf den internationalen Markt. „Wenn die Industrie mit diesen erhöhten Kosten klar kommen muss und mit anderen Industrie im Ausland in den Wettbewerb treten will, wo die Energiekosten günstiger sind, gehen die brasilianischen Unternehmen als Verlierer nach Hause.“

Als den strukturelle Maßnahmen nennt die Expertin die steuerliche Befreiung insbesondere von der Steuer auf den Warenumlauf (ICMS), das Ende der Betriebsverzögerung der Kraftwerke, „die ebenfalls die Energiekosten erhöht“, die größte Beteiligung von billigeren und sicheren Wärmequellen wie der Kernenergie und thermischer Kohle am Energiemix. Allerdings müsse die Gesellschaft an allen Entscheidungen beteiligt werden. (ls)

Quelle: Agência Brasil