Copyright: Planeta Orgânico

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Durch die Entscheidung der Regierung Brasiliens, die Fußball-WM 2014 mit nachhaltiger Bioproduktion zu verbinden, wird Biobauern des Landes die Möglichkeit geboten, den Markt für Bioprodukte auszuweiten und ihre Produktion zu erhöhen.

Dieses Thema war gestern (23.08.) Diskussionsgegenstand des Seminars „Green Rio – Chancen und Herausforderungen der WM 2014“ (Oportunidades e Desafios da Copa de 2014), welches das Internet-Portal Planeta Orgânico („Biologischer Planet“) für das Brasilianische Amt zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (Serviço Brasileiro de Apoio às Micro e Pequenas Empresas, kurz: SEBRAE) im Bundesstaat Rio de Janeiro veranstaltete.

Das Ziel sei es, die Chancen von Bioproduzenten in verschiedenen Regionen Brasiliens zu erhöhen, so die Leiterin des Planeta Orgânico, Maria Beatriz Martins Costa.

Sylvia Wachsner, Koordinatorin des Zentrums der SEBRAE, sehe die Verbindung nachhaltiger Bioproduktion mit der WM als Chance für biologische Produkte, auch bei den Olympischen Spielen 2016 präsent zu sein. Damit könne die biologische Produktion im Land vorangetrieben werden, Produzenten und Biobauern hätten bessere Möglichkeit auf Verbreitung ihrer Produkte.

Der Fokus läge auf den zwölf Gastgeberstädten der WM. Da es nicht in jeder Stadt Biobauern gäbe, werde die Regierung Produkte von Kleinbauern kaufen, die sich in der Nähe dieser Städte befinden, so Wachsner. Besonders wichtig seien Milch- und Getreideprodukte, die Sportler und Besucher konsumieren. Idealerweise wären die Produkte für die Zuschauer der WM sowie für Touristen auch in den Supermärkten erhältlich.

Ebenso für Restaurants, Hotels und Herbergen, die nachhaltige Bioprodukte offerieren möchten, bieten diese Maßnahmen eine große Chance, so Martins Costa.

Im Mittelpunkt stünden Fairtraid, familiäre Landwirtschaft und Produkte biologischer Vielfalt. Martins Costa ist positiv darüber eingestimmt, dass die Nachfrage nach Bioprodukten sehr groß sein werde. Den letzten Zahlen zufolge gäbe es bereits ca. 10.000 Bioproduzenten in Brasilien. (ds)