Minister-Sitzung zur Beschließung der Schutzmaßnahmen für die von Dürre und Regen geschädigten Menschen und Regionen / Copyright: Agência Brasil

Minister-Sitzung zur Beschließung der Schutzmaßnahmen für die von Dürre und Regen geschädigten Menschen und Regionen / Copyright: Agência Brasil

Allein im Bundesstaat Rio Grande do Sul, dem südlichsten Staat Brasiliens, hat die Dürre mittlerweile Ertragsschäden im Wert von etwa zwei Milliarden Reais (ca. 850 Millionen Euro) verursacht. Am stärksten betroffen sind der Anbau von Soja, Bohnen und Mais. 131 Gemeinden in Rio Grande do Sul werden derzeit von der Trockenzeit bedroht. Darüber hinaus verhält es sich gleich für 64 Gemeinden des Bundesstaats Santa Catarina und zwölf weitere im Nachbarstaat Paraná. In Santa Catarina schadet der ausbleibende Regen 418.000 Personen und birgt einen Schaden im Wert von 440 Millionen Reais (etwa 186,6 Millionen Euro). In Paraná ist der Zivilschutz noch dabei, das Ausmaß der Dürreschäden zu beziffern. Der letzten amtlichen Mitteilung zufolge, leiden 88.912 Personen unter den Folgen der Dürre in dieser Region.

Beto Grill, der Gouverneur von Rio Grande do Sul, rief gestern den Notstand aus und bat darum, schnellstmöglich Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Situation unter Kontrolle bekommen zu können. Die Regierung gab darauf hin über die Pressestelle bekannt, eine Summe von 18 Millionen Reais (etwa 7,6 Millionen Euro) zum Bau von Schleusen und Zisternen zur Verfügung zu stellen.

Zur gleichen Zeit erleiden die südöstlichen Staaten des Landes, allen voran Minas Gerais, Notstände durch seit Anfang Januar anhaltende extreme Regenfälle.

Auf dem Minister-Treffen in Brasília beschlossen gestern (09.01.) Landwirtschafts- und Finanzministerium, mit dem Erhalt der Informationen zu Anzahl und Art der Schädigungen durch Dürre und Regefälle im Land, so schnell wie möglich Schutzmechanismen für die Produzenten der betroffenen Güter einzuführen. Darunter wurden Verlängerungen von Fristen der landwirtschaftlichen Schulden sowie Schadensersatzzahlungen für diejenigen Landwirte diskutiert, die eine Agrarversicherung abgeschlossen haben. (jv)