Copyright: Wikimedia, Free Art License, Henrique Mares

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Wie eine Studie der Stiftung des Verwaltungsinstituts (Fundação Instituto de Administração, kurz: FIA), in Zusammenarbeit mit der Consultingfirma e-bit in den Monaten Juli bis September ergeben hat, haben zahlreiche Brasilianer in São Paulo, bereits mindestens einmal Online-Shopping genutzt. Davon wiederum gaben 88,3% an, sich auch längerfristige Anschaffungen im Netz zu besorgen. Damit liegen die aktuellen Zahlen über denen des Vorjahres 2010 von 87%. Im Vergleich dazu war das Kaufverhalten im Einzelhandel von 75,6% auf 72,4% im selben Zeitraum gesunken.

Alexander Umberti, der Leiter für Marketing und Produkte bei e-bit, sieht darin einen Trend zum E-Commerce, und das nicht nur weil jetzt immer mehr Personen in Brasilien Zugang zum Internet haben. Niedrigere Preise, Nullzins-Finanzierung und portofreie Lieferungen steigerten die Wettbewerbsfähigkeit dieses Verkaufs-Models massiv.

Laut aktuellen Umfragen kaufen 36,1% der Befragten vor allem elektronische Geräte, dicht gefolgt von Computertechnik mit 31,9% und Telekommunikationsgeräten mit 27,2%. Bei der Studie der FIA waren 4.982 Leute im Staat São Paulo interviewt worden. Jedoch wurden dabei noch nicht einmal Gruppenkäufe, sowie die Online-Buchung von Flügen berücksichtigt. Dies würde die Zahlen vermutlich noch erhöhen. Die internationale Consultingfirma e-bit schätzt, dass im Jahr 2011 etwa R$ 20 Milliarden im Bereich E-Commerce umgesetzt werden, was im Vergleich zum Vorjahr mit R$ 14,8 Milliarden einen großen Fortschritt darstellt. Die Tendenz ist also steigend. (nm)